Oscar-Gala-Verbot für „Hurt Locker“-Produzent
Los Angeles (dpa) - Einer der vier Produzenten des Oscar-Favoriten „The Hurt Locker“ darf nicht an der Verleihung der Filmtrophäen teilnehmen. Diese Strafe verhängte die Film-Akademie gegen Nicolas Chartier, nachdem der Produzent bei der Oscar-Jury Stimmung für das Irak-Kriegsdrama der Regisseurin Kathryn Bigelow machen wollte und damit gegen die Regeln verstoßen hatte. Die Akademie hätte Chartier auch die Nominierung entziehen können. Er hatte Juroren per E-Mail dazu aufgefordert, für seinen Film zu stimmen und nicht für „diesen 500-Millionen-Dollar-Film“, ein klarer Seitenhieb gegen den anderen großen Favoriten „Avatar“. Der Produzent hat sich für seinen „äußerst unangebrachten“ Brief inzwischen entschuldigt.
Unterdessen ist die Wahl der diesjährigen Oscar-Gewinner gelaufen. Bis gestern mussten die über 5700 Juroren ihr Votum abgeben. Bis zur Oscar-Verleihung in der Nacht vom kommenden Sonntag auf Montag werden Mitarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Stimmen auszählen und das streng gehütete Geheimnis in verschlossenen Umschlägen direkt zur Preis-Gala bringen.



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