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THEMA DES TAGES

Zeitgewinn

Von Christoph Slangen

Einmal mehr wird mit Milliarden für Griechenland Zeit gekauft. Vordergründig geht es darum, dem Land mit dem Programm Gelegenheit für eine Umsetzung der dringend notwendigen Reformen zu geben. Es ist eine neue Chance, die verfahrenen Verhältnisse in Athen doch noch in Ordnung zu bringen, eine solidarische Hilfsaktion für den Partner. Doch das Vorgehen …

 

Artikel vom 22.02.2012 © Eßlinger Zeitung

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22.02.2012 09:14 von Observer

Griechenland wird Pleite gehen, jedes Offenhalten dieser Frage ist Augenwischerei. Die interessante Frage ist nicht, ob Griechenland Pleite geht, sondern was eigentlich danach kommen soll. Was macht man mit einem failed state mitten in Europa, in der EU, in der Eurozone. Es ist ökonomisch absolut falsch, Griechenland im Euro zu belassen, diese Währung ist zu stark für sie. Das heißt nicht, dass sich irgendjemand einbilden sollte, dass die Griechen nicht weiter Geld kosten werden nach einem Euro-Austritt. Die Frage ist aber, ob es ein Fass ohne Boden bleibt, das dauerhaft alimentiert werden muss? Nur wie soll man diesen Nicht-Staat ohne funktionierende Verwaltung behandeln? Nach Berechnungen eines Wissenschaftlers hat Griechenland seit EU-Eintritt 1981 ca. 89 Milliarden Euro an Subventionsgeldern bekommen (46 Milliarden von Deutschland). Wo ist dieses Geld hinversickert? Was haben die Griechen denn damit gemacht? Jeder, der etwas von Marshallplänen faselt, sollte das bedenken. Zusätzlich muss man noch in Rechnung stellen, dass die Griechen sich seit Eintritt in den Euro 2001 mit für ihre Verhältnisse billigen Krediten versorgen konnten. Diese Schulden haben an ihrer Wettbewerbsfähigkeit nichts geändert, sie wurde im Gegenteil immer schlechter. Auch diese Schulden müssen nun von den anderen Staaten getragen werden. Wer kann verantworten, den Griechen weiter Geld zu geben, ihre Schulden zu bezahlen und gleichzeitig ihre völlig korrupte Politkaste in Amt und Würden zu lassen. Eine dauerhafte Alimentierung Griechenlands, wie sie manchen Europapolitikern vorschwebt, ist eigentlich nur mit einer Erziehungsdiktatur über Griechenland vertretbar. Griechenland müsste zur ersten eropäischen Kolonie des 21. Jahrhunderts werden. Tolle Aussichten, und das alles, um angeblich den Euro zu bewahren.


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