Mappus: Richtiger Weg bei Atomlaufzeiten
Regierungschef bricht zu Werbekampagne auf
Stuttgart (lsw) - Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sieht die schwarz-gelbe Bundesregierung in der Frage der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke auf gutem Wege.
„Ich glaube beobachten zu können, dass es in die richtige Richtung geht“, sagte Mappus gestern in Stuttgart. Er könne mit dem, was Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesagt habe, gut leben. Merkel hatte am Wochenende erstmals einen möglichen Zeitkorridor genannt. Ein Regierungssprecher betonte aber gestern, dass sie sich noch nicht auf eine Laufzeitverlängerung um 10 bis 15 Jahre festgelegt habe. Mappus hatte zuletzt immer gefordert, die Laufzeiten um mindestens 15 Jahre zu verlängern. Der CDU-Politiker beharrte in der Vergangenheit vor allem auf einer Gewinnabschöpfung der Energiekonzerne. Mappus hatte gefordert, dass 50 Prozent der zusätzlichen Erträge durch die längere laufzeit in die Erforschung und in die Nutzung erneuerbarer Energien fließen müsste. Die Glaubwürdigkeit der Politik hänge davon ab, sagte der Regierungschef zum Auftakt einer zweiwöchigen Bustour durch den Südwesten. Er will bis 11. September im direkten Kontakt mit den Bürgern für den Erhalt der seit gut fünfeinhalb Jahrzehnten bestehenden Regierungsmacht seiner Partei werben und zugleich den schlechten Umfragewerten im Land trotzen.
Generalsekretär Thomas Strobl sagte, es seien 60 Veranstaltungen geplant. Mappus wolle das Gespräch mit den Bürgern des Landes suchen und auf Tuchfühlung mit den Wählern gehen. Mit der Tour läutet die Südwest-CDU den Vorwahlkampf ein. Seine Parteistrategen haben die rollende Wahlkampfzentrale „MAPBUS“ genannt, um den Namen des Regierungschefs in aller Munde zu halten. Ende März 2011 ist im Südwesten Landtagswahl.
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