Kultusministerin richtet Werbeaktion neu aus
Stuttgart (lsw) - Kultusministerin Marion Schick setzt bei der Werbekampagne zur Schulpolitik des Landes andere Akzente als ihr Vorgänger Helmut Rau (beide CDU). Eltern aus Zuwandererfamilien würden künftig besonders informiert und einbezogen, sagte Schick bei einer Informationsveranstaltung gestern in Stuttgart. An den Schulen sollen ein Elternteil und ein Lehrer ein Tandem bilden, um die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule zu stärken und Informationsveranstaltungen zu begleiten. Als weiteren Schritt schlug sie vor, dass Lehrer mit ausländischen Wurzeln Arbeitsgemeinschaften bilden. Das Land hatte in Schulstudien bei der Integration von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien besonders schlecht abgeschnitten.
Die SPD-Fraktion hält das geplante Eltern-Lehrer-Tandem für sehr unkonkret. „Wenn die Kultusministerin das Zusammenwirken zwischen Lehrern und Eltern stärken will, muss sie den Pädagogen mehr Zeit dafür verschaffen“, sagte SPD-Bildungsexperte Frank Mentrup. Das sei nur mit mehr Stellen möglich. Grünen-Landeschef Chris Kühn sagte: „Die Kultusministerin soll nicht ihre Werbekampagne, sondern die Bildungspolitik des Landes neu ausrichten.“ Die Veranstaltung in Stuttgart galt der neuen berufsorientierten Schulart Werkrealschule, die im kommenden Schuljahr eingeführt und vielerorts die Hauptschule ersetzen wird.




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