Metall-Arbeitgeber: „Wendepunkt ist erreicht“
Stuttgart (dpa/lsw) - Die baden-württembergische Metall- und Elektroindustrie scheint das Schlimmste überstanden zu haben. „Der Wendepunkt ist erreicht“, sagte der Sprecher des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall der Deutschen Presse-Agentur dpa. Im Januar seien die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22,7 Prozent nach oben geschnellt. Es handele sich dabei um einen nicht saisonbereinigten Wert, das heißt Urlaubs- und Feiertag sowie saisonale Einflüsse seien nicht berücksichtigt.
Bei dem Plus ist allerdings anzumerken, dass im Januar 2009 der Tiefpunkt der Krise erreicht war, deshalb fällt der Zuwachs auch besonders hoch aus: Im ersten Monat des vergangenen Jahres waren die Bestellungen bei den Metallunternehmen im Land um 44 Prozent im Vergleich zu Januar 2008 abgestürzt. Deshalb könne von einer nachhaltigen Erholung noch nicht gesprochen werden, erklärte der Sprecher.
Im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2009 habe sich im Januar 2010 keine Veränderung bei den Aufträgen ergeben. „Ob diese Seitwärtsbewegung leicht nach oben oder irgendwann stärker nach oben tendiert, ist noch offen“, erläuterte der Sprecher. Zuvor hatte der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Baden-Württemberg von einer Entwicklung der Aufträge über dem Bundesschnitt berichtet. Die Branche habe die Talsohle durchschritten, hatte Verbandsgeschäftsführer Ulrich Hermani gesagt.




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