Schluss mit fußballerischer Sozialarbeit
Sommerrains-Trainer Traub erwartet gegen Calcio mehr Konzentration von seinen Akteuren
Sommerrain (tos) - Beim Fußball-Bezirksligisten SV Grün-Weiß Sommerrain schüttelt Trainer Holger Traub derzeit häufig den Kopf und wundert sich „über die Gegentore, die wir kassieren“, sagt Traub. Die Grün-Weißen sind aus seiner Sicht so etwas wie Sozialarbeiter in Sachen Fußball und ein willkommener Gegner, um „eine Mannschaft wieder aufzubauen“.
Denn bei den Gegentoren helfe man kräftig mit, so wie zuletzt beim 3:3 in Stammheim. Alle drei Tore waren Geschenke, „unter anderem ein zu kurzer Rückpass“. Wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann, das ist für Traub derzeit ein Rätsel. Denn: „Mit den Patzern wechseln sich die Akteure ab.“ Fehler vor dem eigenen Tor dürfen sich die Grün-Weiß im morgigen Heimspiel keine leisten. Diese werden vom Landesliga-Absteiger Calcio Leinfelden-Echterdingen sicherlich gnadenlos ausgenutzt. „Was uns genau erwartet, das weiß ich nicht, aber wir müssen konzentrierter agieren als in den Auftaktbegegnungen.“ Personell geht es in Sommerrain allmählich wieder aufwärts, Boris Vasic und Oliver Merkelbach, zwei Leistungsträger aus der Vorsaison, stehen wieder zur Verfügung.Mit 0 Punkten nach zwei Spielen läuft‘s bei der SG Untertürkheim alles andere als nach Plan. Und es könnte noch schlimmer kommen: Morgen gastiert die SGU beim SV Vaihingen. Der Titelspirant Nummer eins ist seiner Favoritenrolle bislang gerecht geworden, führt mit sechs Punkten die Tabelle an. „Warum sollen wir nicht mal wieder einen Spitzenreiter schlagen, das ist uns in der Vergangenheit schon öfters gelungen“, sieht SGU-Coach Gunter Wenniger gelassen auf die morgige Partie. Auch die Gesamtsituation lässt ihm die Haare nicht zu Berge stehen. „In der ersten Hälfte gegen Münster haben wir eine super Leistung gezeigt, in der zweiten Hälfte haben sich dann auch aufgrund von Trainingsrückstand enorme Lücken zwischen den Mannschaftsteilen aufgetan, die Münster ausnutzte.“ Doch man habe gesehen, zu was die Mannschaft im Stande ist. Man dürfe aber auch nicht vergessen, dass viele neue „Spieler zu uns gekommen sind und sich die Harmonie erst noch einstellen muss. Wir werden uns noch finden und die Punkte holen, um uns im gesicherten Mittelfeld zu etablieren.“
Beim TSV Münster herrscht derzeit eitler Sonnenschein. Die maximale Punktausbeute steht zu Buche und auch sonst präsentiert sich die Mannschaft hervorragend. Wie zuletzt gegen die SGU, als man einen 0:2-Rückstand in einen Sieg umwandelte. Trainer Uwe Braun, der im Urlaub weilte, wurde stets über den aktuellen Stand informiert und sieht das Resultat als logische Folge der guten Vorbereitung. „Die Spieler sind fit und deshalb können wir auch noch in der Schlussphase hohes Tempo gehen. Das ist unser Plus.“ Den Erfolgszug wollen die Münsterer im Heimspiel gegen die SG West fortsetzen. Eine schwere Aufgabe. Da kommt es Braun gelegen, dass Torjäger Daniel Tannenberg wieder mit von der Partie ist.
Der TSV Schmiden war mit einem 1:1-Unentschieden zum Auftakt in der Bezirksliga-Rems-Murr gegen den Titelfavoriten SV Unterweissach zufrieden. Bis zur 70. Minute zeigte Schmiden eine gute Partie, danach schwanden die Kräfte und am Ende war der Punktgewinn glücklich, aber verdient. Morgen will die junge Truppe von Trainer Milosevic auch aus Beinstein Zählbares mitbringen. Vor allem wird es wichtig sein, die eingespielte Gastgeberelf nicht ins Spiel kommen zu lassen, denn der TB kann an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Ob der angeschlagene Alessandro Siciliano spielen kann, ist fraglich.



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