Durchwachsene Verbandsrunde
Tennisherren 65/1 der SPG KVU/TBU beenden Oberligastaffel im Mittelfeld
2008 war die Spielgemeinschaft (SPG) souverän in die Württembergstaffel aufgestiegen, doch der WTB hatte bei der Gruppeneinteilung für die kommende Saison die SPG schlicht vergessen und war, trotz gegebener Zusagen, nicht bereit, den Fehler sportlich fair zu korrigieren und entschied, die ohnehin schon zu große Gruppe von acht auf neun Mannschaften aufzustocken. Dies war für die Tennisherren der KVU/TBU nicht akzeptabel; man wollte den mitbetroffenen Teams eine Neuner-Gruppe und einen Terminplan, der sich über drei Monate erstreckt, nicht zumuten und zog die Mannschaft zurück. Soweit die Historie.
Die Zwangspause bekam der SPG wohl nicht. Die ersten drei Spiele gingen alle verloren, eine völlig neue Situation für das erfolgsverwöhnte Team. Plötzlich standen die Spieler auf dem letzten Tabellenplatz. Doch das Abstiegsgespenst wurde mit drei Siegen in Folge verscheucht. Am Schluss standen die Herren 65/1 auf einem guten Mittelfeldplatz mit 3:3 Punkten und positiven Zahlen bei den Sätzen und Spielen.
Die Ergebnisse im Einzelnen: SPG - Göppingen 1:7, Geradstetten - SPG 7:1, SPG - Eglosheim 4:4 (nach Gleichstand bei Punkten, Matches und Sätzen entschied ein einziges mehr verlorenes Spiel mit 83:84 gegen die SPG). Gewonnen wurde zuhause gegen Holzgerlingen mit 5:3 und auswärts mit 7:1 in Degerschlacht sowie 8:0 in Feuerbach. Einmal mehr bestätigte sich, das Glück und Pech sich im Laufe einer Saison die Waage halten. Hatte die SPG gegen Eglosheim noch allen Grund, mit Fortuna zu hadern, war die Glücksgöttin gegen Holzgerlingen auf ihrer Seite. Im zweiten Doppel mussten Schürrle/Munk drei Matchbälle des Gegners abwehren, ehe sie den eigenen vierten Matchball im Match-Tiebreak zum 14:12 verwerten und somit den Sieg sicherstellen konnten. Sonst wäre der Fehlstart mit dann vier Niederlagen noch eklatanter ausgefallen.
Der Spielerkader war weitgehend identisch mit dem der Vorjahre. Zu den Stammspielern Peter Schürrle, Horst Kienzler, Jürgen Ungerer und Helmut Munk (nur Doppel) gesellten sich neu hinzu Edwin Stark und Frieder Kugler. Leider verletzte sich Jürgen Ungerer außerhalb des Tennisplatzes und musste bei vier von sechs Spielen passen. Umso erfreulicher war, dass der Rest der Mannschaft an allen Spieltagen vollzählig zur Verfügung stand und niemand gesundheitliche Probleme bekam, obwohl überwiegend bei brütender Hitze gespielt werden musste. Auch da ist der WTB gefordert, flexibler zu reagieren und den Spielbeginn von 11 Uhr um eine oder zwei Stunden vorzuverlegen und dies nicht der Freiwilligkeit der Vereine zu überlassen, die wegen der Unvernunft einiger Weniger oft nicht zu erreichen ist.



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