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Erfolg für Waggon-Künstler

BAD CANNSTATT: Umzug in den Neckarpark befürwortet

  In diesem Bereich des Güterbahnhof-Areals wollen die Künstler ihr Container-Konzept umsetzen.Foto: Nagel
 

In diesem Bereich des Güterbahnhof-Areals wollen die Künstler ihr Container-Konzept umsetzen. Foto: Nagel

 
(uli) - Nach dem Bezirksbeirat gab gestern auch der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnung seinen Segen. Somit steht dem Umzug der „Ateliergemeinschaft Bauzug 3yg“, eine Vereinigung von 30 Künstlern, vom Nordbahnhof aufs Güterbahnhof-Areal nichts mehr im Wege.

Die Bahn braucht wegen Stuttgart 21 das Grundstück am Nordbahnhof für die weiteren Bauarbeiten. Daher müssen Künstler umziehen. „Wir erhielten eine entsprechende Mitteilung der Deutschen Bahn im Januar“, so Sprecher Marco Trotta im Wirtschaftsausschuss. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt haben sie jetzt ihren Wunschort gefunden, nachdem die Pläne, sich auf dem Zuckerfabrik-Areal anzusiedeln, gescheitert waren. „Wir sehen darin jedoch die Chance zum Aufbruch mit einem neuen Konzept“, so Marco Trotta. „Das Wichtigste für uns bleibt jedoch, die Ausstellungs-, Veranstaltungs-, und Atelierflächen für die entstandenen künstlerischen Netzwerke und die Infrastruktur zu erhalten.“ Der Neckarpark biete hierfür eine optimale Gelegenheit. Er sei gut erschlossen und zudem würden wohl keine Lärmprobleme zu erwarten sein.

Allerdings heißt es Abschied nehmen von ihren 18 Waggons, die sich in ihrem Besitz befinden. „Wir werden sie verkaufen und von dem Erlös den Umzug und die Umsetzung des neuen Konzepts mitfinanzieren“, so der Sprecher. Denn künftig finden Kunst, Kultur und Veranstaltungen in einem Container-Ensemble statt. Die gebe es neu, aber auch gebraucht und seien entsprechend erschwinglich. Ein weiterer Vorteil: Die Modulbauweise ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch sinnvoll und baurechtlich bedenkenlos. Das Konzept ist - auch vor dem Hintergrund der künftigen städtebaulichen Entwicklung auf dem Güterbahnhofgelände - zunächst einmal auf zwei Jahre ausgelegt. Marco Trotta: „Kein Problem - dank der Container sind wir mobil.“

„Ein schönes Beispiel, wie man gemeinsam eine Lösung erarbeitet“, so die Grünen. Auch wenn sie nur interimsweise sei. SPD und CDU zeigten sich ebenfalls erfreut über das Verhandlungsergebnis zwischen Stadt, Bahn und Künstler. Denn ein interessantes Mosaiksteinchen der Stuttgarter Subkulturszene gelte es zu erhalten und unterstützen.

 

Artikel vom 09.04.2011 © Eßlinger Zeitung

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