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Ein Buddha aus 475 Einzelteilen

Das Team um DJ Bobo investiert viel Hirnschmalz in die Bühnengestaltung

  Im Mittelpunkt der neuen Show „Fantasy“ steht die 13,5 Meter große Figur. „Die Zuschauer sitzen mit offenem Mund da.“Foto: Michael Sinn
 

Im Mittelpunkt der neuen Show „Fantasy“ steht die 13,5 Meter große Figur. „Die Zuschauer sitzen mit offenem Mund da.“ Foto: Michael Sinn

 

Stuttgart (ede) - Seit 20 Jahren ist Rene Baumann als DJ Bobo musikalisch erfolgreich. Seine Shows beeindrucken durch aufwändige Bühnenbilder und Tanzeinlagen. „DJ Bobo ohne Tanz ist wie Schweiz ohne Schnee“, stellt der 42-Jährige fest. In der Tat geht es auf der Bühne immer wuselig zu. Dafür ist Choreograph Curtis Burger zuständig, der seit 20 Jahren mit DJ Bobo arbeitet. Er gibt auch immer wieder Nachwuchstalenten eine Chance. Für die aktuelle „Fantasy“-Tour sind zwei neue Mitglieder in die „Familie“ aufgenommen worden. „Bei uns gibt es ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl“, so DJ Bobo, „das kann man nicht planen, das passiert einfach.“

Viel Hirnschmalz fließt auch in die Bühnen- und Kostümgestaltung. Bei der „Magic“-Tour 1998/99 gab es einen burgähnlichen Aufbau mit 15 Meter langem Laufsteg. Zur Tour von „Plant Colors“ 2001 wurden vier verschiedene Bühnenbilder kreiert Auch zu „Chihuahua & Visions“ 2002 bis 2004 reichte die Palette der Bühne vom Aztekentempel über eine Cartoon-Welt bis zum futuristischen Westernsaloon. Für die „Pirates of Dance“-Tournee brachte DJ Bobo ein Piratenschiff auf die Bühne.

Zur „Fantasy“-Tour wurde die 13,5 Meter hohe Buddha-Figur ins Leben gerufen, die aus 475 Einzelteilen besteht und immer vor Ort aufgebaut wird. Eddy Frühwirth, der technische Leiter für den Bühnenaufbau, hat dabei „Träume wahr werden lassen“. In monatelanger Arbeit wurde der Aufbau entworfen. Wie Bausteine werden die Teile zusammengesetzt. Die Vorbereitung sei das Anstrengendste gewesen. Den ganzen Tross auf Tour zu bringen sei aufwändig. Acht Sattelschlepper transportieren unter anderem die 19 Tonnen Stahl und vier bis fünf Tonnen Licht. 18 Helfer und 18 Spezialisten sind mit unterwegs, um den Aufbau in den Hallen zu gewährleisten.

Als die Tänzerinnen, Tänzer und Musiker - seit 2002 ist eine Liveband dabei - den Buddha bei den zweiwöchigen Proben im Europapark Rust zum ersten Mal zu Gesicht bekamen, gab es viel Lob. „Ausdrucksstark“, „gigantisch“, „er lebt“, „ein Meisterstück“. Entsprechende Lichteffekte verstärken den Eindruck. „Wir wollen eine außergewöhnliche Show bieten“, verspricht DJ Bobo, „und einen Meilenstein in der europäischen Musikgeschichte schreiben.“

Als besonderes Bonbon hat sich DJ Bobo einen Bogenschuss mit einem brennenden Pfeil ausgedacht, für den er bei der Schweizer Meisterin im Bogenschießen, Nadja Strebel, trainiert hat. Eigentlich sollte er über die Köpfe des Publikums gehen. Doch das wäre zu gefährlich werden. Den Zuschauern bei der Show-Premiere im Europapark hat es sehr gut gefallen.

 

Artikel vom 10.04.2010 © Eßlinger Zeitung

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