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Zwölf kleine Trampelfüßchen

Circus Universal Renz freut sich über dreifachen Nachwuchs bei den Kamelen

  Nur wenige Tage alt ist dieses weiße Kamel-Baby, das auf dem Wasen die Sonnenstrahlen und die Zuneigung seiner Mutter genießt. Foto: Eisenmann
 

Nur wenige Tage alt ist dieses weiße Kamel-Baby, das auf dem Wasen die Sonnenstrahlen und die Zuneigung seiner Mutter genießt. Foto: Eisenmann

 
Stuttgart (ae) - Der ganze Stolz im Circus Universal Renz gilt derzeit dem dreifachen Kamelnachwuchs. Dessen Besonderheit: das Fell ist weiß. In ihrer Kinderstube auf dem Wasen machen die Jungtiere ihre ersten (Trampel-) Schritte ins Leben. Mit knapp einem Meter sind sie dabei größer, als man es von wenigen Tagen alten Babys erwartet.
Alle guten Dinge sind drei. Von dieser Weisheit ist man seit ein paar Tagen auch im Circus Universal Renz überzeugt. Der dreifache Nachwuchs bei den Kamelen sei gänzlich unerwartet gekommen, sagt Mitarbeiter Bernhard Schenk. „Entsprechend groß ist die Freude - nicht zuletzt, weil die Jungtiere ein weißes Fell haben. Das ist sehr selten.“ In der Mongolei gelten weiße Kamele als einzigartige Wesen. Nur selten werden solche „Albinos“ geboren, weltweit wird ihre Zahl auf mehrere tausend geschätzt. Das erste der drei Jungtiere kam beim vorletzten Gastspiel des Zirkus in Karlsruhe zur Welt, die beiden anderen Sprösslinge sind hingegen waschechte Stuttgarter. „Montagnacht wurde das erste, am Dienstagmorgen das zweite Baby geboren.“ Der Tierarzt untersuchte am Mittwoch alle drei, „kerngesund“ lautete seine Diagnose. Nur einen kleinen Makel trägt das plüschige Trio noch mit sich herum: Einen Namen hat bisher keines der Tiere. „Wir rufen entweder unsere Besucher dazu auf, Vorschläge einzureichen oder nennen sie einfach nach der Stadt, in der sie geboren sind“, beschreibt Schenk die übliche Vorgehensweise bei neuem Tiernachwuchs.

13 Monate Tragezeit liegen hinter den beiden Kamelstuten im Circus Universal Renz. Bei der Geburt wiegen Fohlen etwa 30 bis 50 Kilogramm. Schon nach kurzer Zeit können sie auf ihren dünnen Beinen stehen und der Mutter folgen.

Die Höcker sind zwar bereits vorhanden, allerdings noch weich und eher durch Haarbüschel angedeutet. In dem Zirkus werden die Vierbeiner erst nach zwei bis drei Jahren zum ersten Mal durch die Manege geführt. Bis sie für Dressur-Übungen bereit sind, wird es sogar noch etwas länger dauern.

Der Circus Universal Renz gastiert bis zum 28. März auf dem Cannstatter Wasen. Vorstellungen gibt es täglich um 15.30 Uhr und 19 Uhr, sonntags um 11 und 15.30 Uhr.

 

Artikel vom 19.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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