› mehr Wetter 

STUTTGART

Mehrjährige Haftstrafen für Messerattacke

(wic) - Das Landgericht Stuttgart hat gestern zwei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen wegen einer Messerstecherei in einer Stuttgarter Diskothek verurteilt. Zwei Menschen waren im Juni 2009 schwer verletzt worden, als sich aus einem harmlosen Streit eine Messerstecherei entwickelte. Ein 24 Jahre alter Mann muss nun wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Ein 26-Jähriger wurde deswegen zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ein weiterer Täter hatte sich nach der Tat in die Türkei abgesetzt. Die Männer hatten in der Diskothek in der Königstraße im Verlauf des Streits ihre Taschenmesser gezogen, die sie nach Meinung der Richter in das Lokal geschmuggelt hatten. Durch zuvor genossenen Alkohol- und Drogenkonsum waren sie sehr aggressiv aufgetreten und stachen schließlich bei einem Handgemenge insgesamt 31 Mal auf zwei Diskobesucher ein. Die beiden Männer wurden dabei schwer verletzt und konnten nur durch sofortige ärztliche Hilfe und Not-Operationen im Krankenhaus am Leben erhalten werden. Durch die Stiche in Bauch, Rücken, Arme und Oberschenkel hatten die Zwei den Tod der Opfer „billigend in Kauf“ genommen, wie das Schwurgericht gestern betonte. Jeweils sechs Jahre Haft hatte der Staatsanwalt beantragt. Dem folgte das Gericht bei dem 26-Jährigen. Der 24-Jährige kam mit viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe etwas besser davon. Ihre beiden Opfer selbst haben sich von den Verletzungen bis heute noch nicht restlos erholt.

 

Artikel vom 11.03.2010 © Eßlinger Zeitung

Artikel drucken | Artikel als Email verschicken | Themenalarm

Leser-Kommentare (1)

-› Artikel kommentieren

11.03.2010 12:33 von Punischer

Das Urteil ist ein Witz! Das Gericht ist zu dem Schluss gekommen, daß die Angeklagten den Tod der beiden Opfer in Kauf genommen haben und verurteilt sie zu diesen lächerlichen Freiheitsstrafen??? Bei guter Führung sind die beiden in drei Jahren wieder draussen und können weiter ihr Unwesen treiben. Denkt den keiner an die Opfer, die bis zum heutigen Tage nicht genesen sind? Solange unsere Richter und Staatsanwälte das Strafmaß für solche Taten nicht voll ausschöpfen und den Tätern "ihre" Zukunft nicht verbauen wollen, wird beim Ottonormalverbraucher der Gedanke an Selbstjustiz nicht aus dem Kopf verschwinden.


Alles zu Stuttgart 21

Ab jetzt hier...

 

Weiter

 

Werbung

Premiumservice

Ihre Zeitung am PC, am Smartphone und auf dem iPad: E-Paperabo und Onlineabo

 

Alle Angebote

 

Registrierte Nutzer verwalten Ihre Zugangsdaten hier.

 

Mehr dazu

 

Social Media

Werden Sie Fan der EZ bei Facebook!
Was ist Facebook?

 

Zur Facebook-Fanseite

 

Die EZ zwitschert aktuelle Nachrichten, Umfragen, Bildergalerien. Folgen Sie uns!

 

Die EZ bei Twitter

 

Newsticker

Inhalt wird geladen..
Inhalt wird geladen..

Bildergalerien

Im Moment findet kein Fotowettbewerb statt. Leserfotos gibt es hier.

 

Zu den Leserfotos

 

TOP-Artikel

Inhalt wird geladen..
Inhalt wird geladen..

Umfragen

Inhalt wird geladen..
 

mehr

 
Inhalt wird geladen..
 

mehr

 
top zum Seitenanfang