Häussler soll sich an der Parkpflege beteiligen
Grünen machen Zustimmung zum Bauvorhaben im Berger Park von Projekt-Nachbesserungen abhängig
Allerdings stößt das Vorhaben auf Kritik. Der Bezirksbeirat Ost und der Städtebau-Ausschuss haben sich gegen das Bauprojekt in der „grünen Lunge“ des Stadtteils Berg ausgesprochen. Auch die SPD im Gemeinderat lehnt eine Neubebauung ab. „Heute käme niemand mehr auf die Idee, SWR-Sendehallen mitten in einen Park hinein zu stellen“, zeigte sich SPD-Chefin Roswitha Blind vor wenigen Tagen überzeugt. Dieser „Fehler der 50er-Jahre“ dürfe nicht ewig fortgeschrieben werden. Das Bauvorhaben würde die falsche Nutzung des Parks auf unabsehbare Zeit zementieren - eine Einschätzung, die von der Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke geteilt wird. Ziel sei die Renaturierung des Parks, die Finanzierung könnte mit Hilfe von Stiftungen gestemmt werden.
Die Grünen zählten bisher ebenfalls nicht zu den Befürwortern des Bauprojekts. In der Vergangenheit hatte die Öko-Partei gefordert, die Wohnungen an anderer Stelle zu errichten. Von einem kategorischen Nein ist die stärkste Fraktion im Gemeinderat aber abgerückt. „Wir kannten das Projekt nur der Papierform nach“, begründet Fraktionschef Werner Wölfle den Sinneswandel. „Bei den Terminen vor Ort stellte sich das Vorhaben jedoch anders dar.“ Allerdings machen die Grünen ihre Zustimmung von Nachbesserungen am bisherigen Konzept abhängig. „Wir brauchen einen öffentlichen Dialog“, forderte Wölfle gestern bei einem Treffen mit dem Investor. Häussler solle deshalb das Projekt im Ausschuss für Umwelt und Technik präsentieren.
Damit aus dem Park wieder ein Kleinod wird, wäre es zudem wünschenswert, wenn sich der Firmenchef finanziell an der Pflege der Anlage beteiligt. „Dies kann beispielsweise in Form einer Stiftung erfolgen.“ Des Weiteren dürfe die Wohnanlage nicht zu einem Fremdkörper im Park mutieren, der vom Umfeld abgeschlossen werde.
Weitreichende Zugeständnisse von Seiten des Investors konnte Wölfle gestern zwar keine verkünden, einer Präsentation im Gemeinderat habe Rudi Häussler aber zugestimmt. „Außerdem war er erfreut und erleichtert darüber, dass man mit den Grünen reden kann“, fügt Wölfle hinzu.



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