Schweinemuseum zieht in historischen Schlachthof
Räume in Bad Wimpfen zu klein geworden: Erika Wilhelmer will ab Mai 2010 ihre Sammlung in Stuttgart zeigen
Stuttgart (eh) - Nach 20 Jahren wird das Glücksschweinmuseum Ende des Jahres von Bad Wimpfen nach Stuttgart umziehen. Im Dezember soll in der Stauferstadt endgültig Schluss sein mit der Schweinerei, erklärt Inhaberin Erika Wilhelmer. Neues Heim für die rund 40 000 Porzellan-, Plüsch- und Metallschweine wird ab Mai 2010 der historische Schlachthof.
Was lange währt, scheint endlich gut zu werden: Seit gut 15 Jahren schon bemüht sich die Stuttgarterin um einen passenden Ort für den riesigen Saustall, denn in dem alten Fachwerkhäuschen in Bad Wimpfen ist es längst zu eng geworden. 1988 eröffnete sie dort mit 2000 Exponaten ihr Glücksschweinmuseum - die vierbeinigen Figuren hatte die Gastronomin gesammelt, um Lokale, die sie betrieb, außergewöhnlich zu dekorieren. Mittlerweile ist ihre Sammlung auf fast 40 000 Stück aus aller Welt angewachsen - Schweine aus Zinn, Porzellan und Bakelit, auf Filmplakaten und Kinderbüchern sind darunter. Laut Wilhelmer gebe es noch Abstimmungsgespräche mit den zuständigen städtischen Ämtern, doch das Vertragliche sei so gut wie geregelt. Ein „richtiges Schmuckstück“ will die Familie aus dem 1992 aufgegebenen Gebäude machen. Das Konzept: Im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Vieh- und Schlachthofes im Stuttgarter Osten soll die weltgrößte Sammlung rund ums Thema Schwein ein neues Domizil finden - einen idealeren Ort für eine solche Schweinerei gibt es wohl nicht. In dem 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Jugendstilbau soll die derzeit in acht Räumen gedrängte Sammlung großzügig neu präsentiert werden. Etwa 25 Themenräume sind im ersten und zweiten Geschoss geplant. Daneben wollen die leidenschaftliche Sammlerin und ihr Sohn, Wirt des „Stuttgarter Stäffele“, Erlebnisgastronomie bieten: Im Außenbereich ist ein typischer bayrischer Biergarten mit 130 Plätzen vorgesehen, die „Gaisburger Weinlauben“ bieten noch einmal so vielen Gästen Platz. Auch für gehobene Gastronomie ist ein Bereich vorgesehen.



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