WIR TRAFEN IN STUTTGART MAX MUTZKE
„Raab war ein Glücksfall für mich“
Der Sänger gastiert am Sonntag, 26. April, im LKA in Stuttgart-Wangen
Stuttgart - „Noch eine Woche länger im Fernsehen und ich wäre zur nervigsten Person gewählt worden.“ Selbst seine Eltern schalteten das TV-Gerät aus, wenn er auftauchte. Max Mutzke war im Frühjahr 2004 omnipräsent. Nachdem er bei Stefan Raab den Casting-Wettbewerb für sich entschieden hatte, seine Single „Can‘t wait until tonight“ auf Platz 1 der Single-Charts einschlug und er sich bei der deutschen Vorausscheidung zum „Eurovision Song Contest 2004“ als Neuling gegen Scooter, Sabrina Setlur, Patrik Nuo, Overground, Wonderwall und Laith Al-Deen durchsetzte, stieg sein Bekanntheitsgrad enorm. Max Mutzke aus Krenkingen im Schwarzwald vertrat Deutschland und belegte in Istanbul Platz 8. Die ständige TV-und Medien-Präsenz sei schon „penetrant und krass“ gewesen, gibt der 27-Jährige heute zu. Danach wurde jeglicher Kontakt zu Presse und Medien gekappt. „Die achtmonatige Auszeit hat allen gut getan.“
Die Zusammenarbeit mit Stefan Raab beschreibt er als „absoluter Segen für mich“. Denn der Multi-Entertainer habe viel Herzblut in ihn investiert. „Er hat viel von seiner kostbaren Zeit für mich geopfert.“ Noch heute halte man über das Telefon Kontakt. „Wir verstehen uns immer noch sehr gut und er zeigt noch viel Interesse.“ Raab hat ihm auch bei der Suche nach einem neuen Produzenten geholfen. „Erst dachte ich, das ist der Anfang vom Ende.“ Doch das aktuelle Album „Black Forest“ sei ein sehr großer Schritt nach vorne. „Ich bin super zufrieden, konnte noch mehr Aspekte reinbringen und mich mehr verwirklichen.“ Mit dem neuen Produzententeam habe es sehr gut funktioniert, es sei viel kontrovers diskutiert worden. „Wir haben uns aber schnell geeinigt.“ Die CD sei genau so geworden, wie er es sich vorgestellt hat. Die Kritiken geben ihm recht. „Mein bislang meist gelobtes Album.“ Und auch die aktuelle Tor, die am Sonntag in Hannover startete, läuft sehr gut. „Es ist extrem erstaunlich, wie viele Besucher mitsingen und die Texte schon auswendig können.“ Deshalb sei das Touren für ihn das Allerschönste. „Da hat man direkten Kontakt zu den Fans.“ Fernsehauftritte, Galas oder Open-Air-Festivals seien zwar auch toll und wichtig, „aber mit Band unterwegs zu sein, ist schon was Besonderes.“ Für die Tour, die am kommenden Sonntag im LKA in Stuttgart-Wangen Station macht, wurden bereits die Kapazitäten erweitert. Nach den Festivals im Sommer soll sie im Herbst fortgesetzt werden.
Jeden Vormittag sitzt Max Mutzke am Computer und kommuniziert ein bis zwei Stunden über Myspace mit den Fans. „Das ist mir wichtig.“ Sehr interessant sei es für ihn auch gewesen, 2006 im Vorprogramm von Katie Melua aufzutreten. „Da muss man sich die Zuhörer erst einmal erarbeiten.“ Zuhause hört er selbst wenig Musik. Da beschäftigt er sich lieber mit seinen drei Kindern und ist handwerklich aktiv. Mit seinem Unimog, Baujahr 1964, den er frisch restauriert hat, geht er gerne „Holz machen“. Die Arbeit im Wald stellt für ihn die einzige Alternative zu Musik dar. „Das könnte ich mir sehr gut vorstellen.“ Nicht umsonst heißt das aktuelle Album „Black Forest“, eine Hommage an seine Heimat, den Schwarzwald.



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