ESSLINGER LIEDERKRANZ 1827
Herrliche Natur und seltene Pflanzen
Der Ausflug der Vereinsfamilie führte mit dem Bus über Ulm in Richtung Allgäu. Mit dem Wetter hatten die Teilnehmer Glück, war doch der Himmel nach den heißen, schwülen Tagen mit Wolken verhangen. An der Raststätte Illertissen sorgte ein Sektfrühstück für gute Stimmung, was alsbald zum gemeinsamen Chorgesang beflügelte. Erstes Etappenziel war die Sennereiführung in Wertach. Mit viel Witz und Humor wurde die Käseherstellung erklärt. Beeindruckend war das Salzbad, das zum Entzug der restlichen Molke und zur Förderung der Geschmacksbildung dient. Man erfuhr von dem in dieser Region speziellen Käse, dem geruchsintensiven Weißlacker. Angeregt durch die Düfte besorgte man sich ein Mitbringsel für Zuhause, vor allem Bergkäse. Die Fahrt ging weiter über den Oberjochpass ins Tannheimer Tal zum Haldensee. Dort genoss man das Mittagessen mit Blick auf den See. Endziel war Tannheim, wo schon die Pferdekutschen und das Bähnle auf Rädern, der „Alpenexpress“, zur Weiterfahrt zum Vilsalpsee bereit standen. Gute Wanderer gingen zu Fuß. Wenige bevorzugten die Auffahrt mit der Gondelbahn zum Neunerköpfle. Trotz Regengefahr am Vilsalpseen nutzten Wanderfreudige die Gelegenheit, den See im Naturschutzgebiet zu umwandern. Sie wurden belohnt durch die herrliche Natur mit seltenen Pflanzen und Blick auf steile Berge, wie das gewaltige Geißhorn. Am Ende des Vilsalpsees lud die „Vilsalpe“ zum Einkehren ein, wo man vor der Hütte die Bergruhe neben grasenden Kühen genießen konnte. Am Gasthaus am See wieder angekommen, setzte starker Regen ein und die Sängerinnen und Sänger waren froh, dass das Bähnle schon bereitstand und sie nach Tannheim zurückbrachte. Wegen des starken Regens fuhr der „Lokführer“ noch zum „s'Höf Bräuhaus“, wo man in den gemütlichen Räumen zum hausgebrauten Bier vespern konnte. Der Ausflug, von Siegfried Wiedemann wieder bestens organisiert, war für alle ein Tag mit vielen Eindrücken, an die man sich noch lange zurückerinnert.



Artikel kommentieren