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JUGENDROTKREUZ NüRTINGEN-KIRCHHEIM

Käse-Workshop auf dem Haldenhof

  Bei einem Rundgang durch die Ställe erfuhren die Kinder vieles über moderne Landwirtschaft. Dann durften sie die Milch selbst zu Käse verarbeiten.Foto: e
 

Bei einem Rundgang durch die Ställe erfuhren die Kinder vieles über moderne Landwirtschaft. Dann durften sie die Milch selbst zu Käse verarbeiten. Foto: e

 

Die Tiere auf dem Beurener Haldenhof hatten viel junge Menschen zu Besuch: Das Jugendrotkreuz des DRK Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim veranstaltete seinen Workshop „Vom Gras zum Käse“. Die 16 Kinder zwischen sechs und 12 Jahren lernten dabei, wie man selbst Käse herstellt. Auch ein Rundgang durch die Ställe von Kühen, Kälbern und Hühnern stand auf dem Programm. Wie heiß muss die Milch werden bis das Lab dazu darf? Und was ist Lab eigentlich? Und welche Geschmacksrichtung soll der eigene Käse am Ende bekommen? Walnuss, Chili, Pfeffer oder doch Kümmel? Rund um die Milchtöpfe herrschte buntes Treiben. Die Kinder durften selbst den Käsebruch schneiden, Käse und Molke abschöpfen und zuletzt „ihren“ Käse nach eigenen Vorstellungen würzen. Bis zum endgültigen Verzehr muss dieser allerdings noch reifen. Deshalb bekam jedes Kind neben seinem kleinen Käse auch eine Anleitung für dessen fachgerechte Betreuung mit nach Hause. „Der Workshop ist Teil einer Initiative des Deutschen Roten Kreuzes für Gesundheit und gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Ines Baur vom Referat Sozialarbeit des DRK Nürtingen-Kirchheim. „Die Kinder sollen lernen, mit ursprünglichen Lebensmitteln umzugehen und dabei entdecken, wie viel Spaß das macht.“ Dazu finden immer wieder Veranstaltungen statt - je nach Saison etwa Obst sammeln und Marmelade kochen oder Kochkurse.. Beim Rundgang über den Hof erfuhren die Kinder und ihre Gruppenleiter viel über Tiere und moderne Landwirtschaft. Martin Schnerring vom Haldenhof erklärte beispielsweise, dass die bunten Halsbänder der Kühe für eine computergestützte Fütterung eingesetzt werden: Je nachdem, welches Tier an den Futterautomaten tritt, wird eine individuelle Menge und Zusammensetzung an Zusatzfutter ausgeschüttet. Wer etwa 20 Liter Milch pro Tag gibt, 100 Liter trinkt und rund 200 Liter Speichel produziert - der muss ordentlich fressen. Zum Abschluss besuchten die Kinder den Eier-Kontrollraum. Hier werden alle Eier vor dem Verpacken durchleuchtet, um sicherzugehen, dass kein Riss in der Schale ist.

 

Artikel vom 09.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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