KOLPINGBEZIRK ESSLINGEN
Kolpingwerk will sozialpolitisch mitreden
Politische Positionen des Kolpingwerkes Deutschland waren Schwerpunktthema beim Kolping-Bezirkstag. Seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert ist es das Anliegen des Kolpingwerkes, die Gesellschaft im Geiste des Christentums mitzugestalten. Dass dazu auch gehört, in der Politik Farbe zu bekennen, unterstrich bei einer Veranstaltung des Kolping-Bezirks Esslingen/Reutlingen Referent Hubert Wissing vom Kolpingwerk Deutschland. Er stellte im katholischen Gemeindehaus in Nürtingen die politischen Positionen des Verbandes dar, die aus der Verbandsidee „verantwortlich leben - solidarisch handeln“ abgeleitet sind. Dabei nahm er auch Bezug auf den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung.„Wir sehen dort Licht wie Schatten. Neben einigen erfreulichen Aufbrüchen zum Beispiel in der Familienpolitik wurden zentrale Erwartungen des Kolpingwerkes im Bereich der sozialen Sicherung nicht erfüllt“, resümierte der Referent. Positiv wertete er die angekündigte Flexibilisierung beim Elterngeld und die Anschlussleistung für die Eltern von Kindern unter drei Jahren. Hinter den Erwartungen blieben jedoch die rentenpolitischen Pläne zurück. Hier sei noch nicht absehbar, wie das Ziel der Vermeidung von Altersarmut für Geringverdiener tatsächlich erreicht werden solle. „Unsere Vorstellungen sind jedoch gesellschaftspolitisch ambitionierter, als es die Bundesregierung in ihrem Duktus der Schadensbegrenzung erkennen lässt“, betonte Wissing. Die Zuhörer aus den neun Kolpingsfamilien des Bezirks würdigten in der n Diskussion, dass das Kolpingwerk erkennbar ein eigenes gesellschaftspolitisches Profil entwickelt habe und motivierten die Leitung des Bundesverbandes, es bei der Einforderungen der Prinzipien der christlichen Soziallehre nicht an Deutlichkeit fehlen zu lassen.



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