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TORJäGER

5:5 - VfL Wangen und TSV Münster beweisen Moral

SG Untertürkheim verliert Spiel und Güner und Yilmazli nach Platzverweisen - Sommerrain kassiert drei Treffer nach Standards

  Münsters Maximilian Doll (rechts) hatte alle Hände voll zu tun, um Wangens Stürmer Fidaim Zymeri wenigstens ab und an zu stoppen - Zymeri war mit vier Treffern der Mann des Spiels.Foto: Pixelfrog
 

Münsters Maximilian Doll (rechts) hatte alle Hände voll zu tun, um Wangens Stürmer Fidaim Zymeri wenigstens ab und an zu stoppen - Zymeri war mit vier Treffern der Mann des Spiels. Foto: Pixelfrog

 

Schwache Vorstellung

SV Sillenbuch - SV Gablenberg 2:0Im Kellerduell beim SV Sillenbuch unterlag der SVG verdient mit 0:2.Dabei erwischten die Gäste einen ordentlichen Start. Khostwal und Midzic hatten gleich zu Beginn gute Möglichkeiten den SVG in Führung zu bringen. Nach einigen gelungenen Kombinationen war der Abschluss aber zu harmlos. Die Gastgeber ihrerseits begannen sehr unsicher, kamen aber nach gut 30 Minuten besser ins Spiel und gewannen etwas an Sicherheit. Nach einer guten Kopfballchance und einer weiteren Großchance war Sillenbuch endgültig im Spiel angekommen. Der SVG bettelte ab der 30. Minute um den Rückstand und prompt gingen die Gastgeber durch einen direkt verwandelten Eckball durch Kriegelstein in Führung (40.). Karagiozidis machte dabei keine gute Figur. Anstatt sich in der zweiten Hälfte wieder in das Spiel zurück zukämpfen, wurde auf Seiten der Gablenberger nun mehr lamentiert als Fußball gespielt beziehungsweise gekämpft. So hatten die Gastgeber mehrere gute Möglichkeiten die Führung auszubauen. Vor allem Rauscher tauchte nach schnellen Kontern immer wieder freistehend vor Karagiozidis auf, der seinen Fehler mehrmals wieder gutmachte. In der 77. Minute dann die endgültige Entscheidung durch einen Foul­elfmeter an Rauscher, verwandelt von Keleminic. Einzig erwähnenswerte Offensivaktion auf Seiten des SVG war ein ungefährlicher Torschuss von Steegmüller (81.). Insgesamt ein sehr schwacher und harmloser Auftritt des SVG in der Fremde bei verunsicherten Sillenbuchern. Martin Rücker

Kuriose und packende Partie

VfL Wangen - TSV Münster 5:5Aus Sicht der Gäste ging das Spiel munter los: In der achten Minute wurde die rechte Abwehrseite des VfL mit einer schönen Kombination ausgespielt und Daniel Tannenberg traf zum 1:0 für Münster. Fünf Minuten später schnappte die Abseitsfalle nicht zu und Michael Fischer erhöhte auf 2:0. Jetzt war Wangen aufgewacht. In der 18. Minute konnte Fidaim Zymeri nur durch ein Foulspiel gestoppt werden und verwandelte den fälligen Strafstoß selbst zum 1:2-Anschlusstreffer. Mit ihrem schnellen Spiel brachten die Gäste den VfL mehrfach in Bedrängnis und erhöhten nach 26 Minuten durch Tannenberg auf 3:1. Die deutliche Führung der Gäste sollte aber nicht von langer Dauer sein. In der 33. Minute wurde die Abwehr von Münster mit einem langen Ball überspielt und Daniel Kontny traf zum 2:3. Bis zur Halbzeitpause ging es auf dem Spielfeld noch einige Male hoch her, und die Zuschauer sahen spannende Szenen vor beiden Toren. So konnte Wangens Schlussmann Nagler in der 41. Minute sein Team gleich zweimal hintereinander mit guter Reaktion vor weiteren Treffern bewahren. Der letzte Treffer der ersten Hälfte gelang dem VfL, als ein Abwehrspieler von Münster im Strafraum den Ball mit der Hand spielte. Wieder verwandelte Zymeri den Strafstoß zum 3:3-Pausenstand. Richtig kurios ging es im zweiten Durchgang weiter: Gleich nach dem Wiederanpfiff fielen auf beiden Seiten vier Tore in nur fünf Minuten. Zuerst war es VfL-Stürmer Zymeri (47.), der den Torwart von Münster mit einem Distanzschuss zum 4:3 überlistete. Nur eine Minute später traf Zymeri gleich noch einmal , wieder mit einem platzierten Weitschuss zur 5:3-Führung. Bis zum nächsten Treffer mussten die Zuschauer nur 60 Sekunden warten. Im Wangener Strafraum entschied der Schiedsrichter nach Foulspiel auf Elfmeter für Münster und Maximilian Doll verwandelte zum 4:5. Weitere drei Minuten später gelang Münster durch per Kopfballtor von Mohran Hussein das 5:5. Nach diesem Tor war Münster überlegen und kam mehrfach gefährlich vor das VfL-Tor. In der Schlussphase hatten die Gäste deutlich mehr Spielanteile und vergaben mehrmals den Siegtreffer und so blieb‘s beim 5:5 in einem wahnsinnigen Spiel. Günter Rebmann

Erneut ohne Torerfolg

Croatia-Zagreb - Sommerrain 4:0Trotz des deutlichen Ergebnisses war Sommerrain gleichwertig, jedoch die Chancenausbeute katastrophal. Die Zuschauer sahen ein flottes Spiel mit Kampf und Laufbereitschaft und in der achten Minute schon die erste schöne Chance für Sommerrain. Gleich darauf ein Konter, den Schlussmann Rehm sehr gut entschärfte. Weiter ging es in der 15. Minute. Wieder eine Großchance für Sommerrain, wieder ein Konter von Croatia und dieses Mal stand die Abwehr sehr gut. Dies wiederholte sich bis zum Halbzeitpfiff noch mehrfach. Sommerrain spielte bis zur Pause ordentlich, jedoch fehlte die Entschlossenheit vor dem Tor. Sommerrain hatte sich viel vorgenommen für den zweiten Teil des Spiels. Doch der Anpfiff war noch nicht richtig verklungen, da fiel, nach Foul von Sommerrain und Freistoß Croatia, das 1:0 für die Gastgeber. Nur zehn Minuten später, wieder ein unnötiges Foul, wieder ein Freistoß und wieder ein Tor - 2:0 für Croatia. Die Sommerrainer, merklich in ihrer Ehre angekratzt, legten nun einen Zahn zu und kämpften sich durch die gegnerischen Reihen bis zu einem schönen Lattenknaller in der 60. Minute. Kurz darauf war Sommerrains Keeper Rehm wieder gefordert und hielt stark. In der 67. Minute wieder eine gefährliche Standardsituation - dieses Mal ein Eckball. Sommerrains Abwehr war einen kurzen Moment lang unaufmerksam und schon hieß es 0:3. Es war wie verhext. Aus dem Spiel heraus war Croatia ein bezwingbarer Gegner, die Standards allerdings stellten jedes Mal eine Gefahr dar. Auf der anderen Seite brachten die Sommerrainer in der 78. Minute das Kunststück fertig, den Ball aus zwei Metern nicht ins Tor zu bringen. In der 90. Minute gelang Croatia noch das 4:0.

Sommerrain II spielte gegen die SKG Hedelfingen auf heimischen Boden 1:1. Oliver Lorz

SGU sauer auf Schiedsrichter

SG U‘türkheim - Möhringen 0:3Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen können ein Spiel maßgeblich beeinflussen. Diese schmerzhafte Erfahrung machte die SGU im Spiel gegen Möhringen, da man zwei zweifelhafte Platzverweise hinnehmen musste. Die SGU startete schwungvoll und markierte nach 15 Minuten die verdiente Führung, die der Schiedsrichter aus Aalen wegen angeblichem Abseits nicht anerkannte. Kurz darauf zeigte er Fatih Yilmazli nach einem Zweikampf um den Ball die Rote Karte, nachdem der Gästespieler zu Boden ging und er es als Notbremse ahndete. Dass Redzep Ibrahimi aber auf gleicher Höhe stand, übersah der Schiedsrichter, somit war es eine Fehlentscheidung. In der 20. Minute pfiff er an der Mittellinie ein Foul gegen Bülent Güner, der sich daraufhin kurz abwendete und zu Boden spuckte. Die Gelbe Karte wandelte er danach in Rot um und stellte Bülent Güner vom Platz mit der Behauptung, Güner hätte seinen Gegenspieler angespuckt, was der Gästeakteur aber auf Nachfrage verneinte. Somit stand die SGU mit neun Spielern da und musste in der 25. Minute durch einen Sonntagsschuss ins lange Eck von Steffen Müller den 1:0-Rückstand hinnehmen. Trotz Unterzahl war man in der Folgezeit das bessere Team und hatte Möglichkeiten durch Noorin Adjmal zum Ausgleich. Mit dem Rückstand ging es in die Pause. In den zweiten 45 Minuten verwalteten die Gäste die knappe Führung, die SGU verpasste es aus guten Chancen ein Tor zu erzielen. In den Schlussminuten, als die Kräfte schwanden, gelangen Möhringen durch ein Eigentor und einen Schuss von Jakob Müller noch zwei Tore zum 3:0-Endstand. Der Schiedsrichter hatte eine bis zum Schluss kämpfende SGU mit zwei Fehlentscheidungen früh auf die Verliererstraße gebracht.

Die SG Untertürkheim II besiegte Büsnau II mit 8:0. Gregor Schwarz

Torjäger

7 Tore: Cemil Han (Tunaspor Echterdingen).

6 Tore: Claudio Keleminic (SV Sillenbuch).

5 Tore: Fidaim Zymeri (VfL Wangen),Mustafa Parmak (Croatia), Admir Osmanovic (SG West).

 

Artikel vom 07.09.2010 © Eßlinger Zeitung

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