Kühnen entscheidet bei den US Open
Stuttgart (bw) - Knapp 21 Jahre nach dem großen Triumph in der Schleyerhalle schlägt die deutsche Davis-Cup-Mannschaft wieder in Stuttgart auf: Vom 17. bis 19. September geht es für die Schützlinge von Kapitän Patrik Kühnen allerdings nicht wie damals um die Titelverteidigung, sondern um den Verbleib in der Weltgruppe der 16 besten Tennis-Nationen. Gegner bei der Nationalmannschaftspremiere auf dem Weissenhof ist Südafrika, das um den Aufstieg kämpft. „Für uns geht es um sehr viel. Wir spielen um den Klassenverbleib und um die Chance, nächstes Jahr in der Weltgruppe starten zu können“, beschreibt Kühnen die Bedeutung der Partie, in die die Gastgeber nicht nur wegen des Heimvorteils als klare Favoriten starten. Schließlich haben die Südafrikaner in Kevin Anderson (Platz 77) gerade mal einen Spieler unter den Top 100 der Welt. Dennoch warnt Kühnen davor, den Gegner zu unterschätzen: „Südafrika hat nichts zu verlieren und kann daher hier nur gewinnen.“
Entwarnung bei Kohlschreiber
Der 44-Jährige, der beim Triumph 1989 zur Mannschaft gehörte, hofft erneut auf den guten Geist von Stuttgart. „Der Sieg war emotional mit das Größte, das ich in meiner Karriere erleben durfte“, betont er. Wen Kühnen auf dem Weissenhof ins Rennen schickt, will er am 7. September bekannt geben. Die Spieler können sich bei den am Montag beginnenden US Open für eine Nominierung empfehlen. Bei derzeit zehn Akteuren unter den Top 100 hat der Teamchef die Qual der Wahl. Gesetzt dürfte einzig die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber sein. Der 26-Jährige, der das Turnier in Cincinnati in der vergangenen Woche wegen Schulterproblemen vorzeitig beenden musste, ist laut Kühnen für die US Open und den Davis Cup wieder fit.



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