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Siegesserie von Rot-Weiß gerissen

Basketball-Landesliga-Meister verliert Nachholspiel gegen Zrinski Waiblingen mit 81:83

Bad Cannstatt - Im Nachholspiel zwischen dem Meister ESV Rot-Weiß Stuttgart und dem zweitplatzierten Zrinski Waiblingen ging es für beide Teams lediglich um die Statistik. Dennoch wollte Rot-Weiß nach bisher 20 Siegen in Folge die weiße Weste behalten. Das gelang nicht, der Gast aus Waiblingen siegte mit 83:81.

Zu Beginn des ersten Viertels sorgte der Tabellenführer mit seiner Verteidigungsarbeit für Verwirrung im Spielaufbau der Gäste, was zu etlichen Ballverlusten führte. Das man jedoch diese nicht so häufig verwerten konnte, lag auch daran, dass der Tabellenführer selbst die Bälle unnötigerweise wieder hergab. Dennoch reichte es dank des Flügelspielers Cihan Kog, der einen hervorragenden Tag erwischte, für eine 21:13-Punkte-Führung bis zur Viertelpause.Das setzte sich dann auch zu Beginn des zweiten Viertels fort, so dass man nach weiteren vier gespielten Minuten die Führung auf 28:15 ausbaute. Erneut sah sich der Trainer der Gäste aus Waiblingen zu einer Auszeit genötigt, da seine Spieler weiterhin munter die Bälle im Angriff verschenkten. Doch nach dieser Auszeit und einigen Auswechslungen auf beiden Seiten drehte sich das Blatt komplett. Nach zwei Dreiern und einigen Schnellangriffen der Waiblinger stand es nach nur 1:30 Minute nur noch 28:25 für den Tabellenführer. Obwohl man von der Gefährlichkeit wusste und obwohl man sich in der Auszeit darauf konzentrieren wollte, den Gästen weiter das eigene Spiel diktieren zu wollen, bekamen aus Sicht der Rot-Weißen die falschen Zrinski-Spieler zwei freie Distanzwürfe jenseits der 6,25 Metern. Dazu gesellten sich weitere überhastete Versuche im eigenen Angriffsspiel, was zu Ballverlusten führte, die ebenfalls von den pfeilschnellen Flügelspielern aus Waiblingen genutzt wurden. Doch oder gerade durch Cihan Kogs bislang beste Saisonleistung und dank des Youngsters Jordan Santana Pepen gewann man das zweite Viertel ebenfalls noch mit 21:19 und brachte eine komfortable 42:32-Punkte Führung in die Halbzeitpause. Unverständlicherweise begann Rot-Weiß das dritte Viertel nervös. Etliche einfache Chancen den Vorsprung auszubauen, wurden nicht genutzt. Und es begann erneut die Zeit des Distanzschützen Robert Vukoja auf Seiten der Waiblinger. Ehe Michael Santana Pepen mit vier Punkten und Aaron Mlinarevic mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf das zwischenzeitliche 49:42 für Rot-Weiß herstellten. Nun folgte ein offener Schlagabtausch, bei dem sich die Waiblinger besser auf Cihan Kog eingestellt hatten, der aber in diesem Viertel fantastisch von Jordan Santana Pepen vertreten wurde, der die Freiräume technisch einwandfrei nutzte und so neun Punkte erzielte. So führten die Gastgeber nach Ende des dritten Viertels immer noch mit 62:55.Nach einem offenen Angriffsspiel bis zur achten Minute des Viertels, führten die Rot-Weißen immer noch mit fünf Zählern. Doch dann brach die Verteidigung der Stuttgarter ein. In den folgenden Minuten erzielten die Gäste zehn Punkte, während die Rot-Weißen lediglich drei Pünktchen erzielten. Dafür aber auch vielleicht wichtige drei Punkte von der Freiwurflinie verwarfen, die den Spielverlauf eventuell anders gestaltet hätten können. So hatte man aber 19 Sekunden vor dem Ende noch immer die Chance zumindest auszugleichen oder mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf gar den Sieg noch zu erzwingen. Doch dieser Versuch verpuffte und so riss die Serie und bisherige weiße Weste des Tabellenführers im Jubel der Waiblinger und dessen Anhänger. „Schlussendlich gebe ich mir selbst die Schuld an dieser unnötigen Niederlage, in der ich als Spieler nicht das umsetzte, was ich und das Team von mir auch erwarten dürfen und können und zum anderen als Trainer, da ich nicht alle taktischen Möglichkeiten ausgeschöpft habe und meine Mitspieler nicht effektiv eingesetzte habe“, sagte Rot-Weiß-Spielertrainer Ivica Ristic selbstkritisch. Ob das Team aus dieser Niederlage gelernt hat, wird sich bereits morgen erneut in der heimischen Keplerhalle um 20 Uhr gegen den MTV Stuttgart beweisen. Hier möchte man sich mit einem Sieg in die Oberliga und von den treuen Fans verabschieden. Ivica Ristic

 

Artikel vom 19.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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