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Noch ist Erfahrung erfolgreicher als Jugend

Basketballerinen von Rot-Weiß liefern trotz 75:83-Niederlage beste Saisonleistung ab

  Katarina Fofic und Rot-Weiß spielten stark, verloren aber dennoch.
 

Katarina Fofic und Rot-Weiß spielten stark, verloren aber dennoch.

 

Schwäbisch Hall - In einem hochklassigen Spiel trafen in der Basketball-Oberliga zwei völlig unterschiedliche Mannschaften aufeinander. Zum einen die erfahrenen Gastgeberinnen aus Schwäbisch Hall mit vier ehemaligen Regionalliga und Bundesliga-Spielerinnen und die Gäste vom ESV Rot-Weiß Stuttgart mit einem Altersdurchschnitt von 21 Jahren. Letztlich setzte sich die Erfahrung mit 83:75 durch.

Die Cannstatterinnen befinden sich im ersten Jahr in dieser Spielklasse, die Gastgeberinnen hingegen spielen seit 20 Jahren in Oberliga oder Regionalliga. Von der ersten Minute an war dieses Spiel aber eine Begegnung auf Augenhöhe, wobei die Gastgeberinnen den besseren Start hinlegten. Das Tempo war erstaunlich hoch und die Hallerinnen trafen in den Anfangsminuten sehr sicher von außen. Rot- Weiß konterte mit gelungenen Aktionen nah am Korb über Katarina Fofic, die ein ums andere Mal freigespielt werden konnte. Jedoch hatten die Rot-Weißen anfangs mehr Schwierigkeiten in der Verteidigung und erlaubten sich zu einfache Punkte. Nach dem ersten Viertel stand es 20:12 für die Heimmannschaft. Doch Rot-Weiß war jetzt in der Partie angekommen. Leonie Steinherr übernahm die Offensive. Immer wieder schloss sie direkt per Korbleger ab oder wurde gefoult und traf gewohnt sicher von der Freiwurflinie. Zur Halbzeit wurde so der Rückstand auf 35:37 verkürzt und die Cannstatterinnen hatten den in den letzten Partien oft vermissten Offensivrhythmus gefunden. Nach der Pause ging das Spiel genauso weiter. Sehenswerte Offensivaktionen auf beiden Seiten. Vor allem Jugendnationalspielerin Theresa Kucere auf Seiten der Hallerinnen zeigt ihr ganzes Talent. Sie sollte am Ende der Begegnung mit 36 Punkten den Unterschied ausmachen. Rot-Weiß ließ sich nicht abschütteln und Stefanie Rathfelder zeigte, dass sie im vergangenen Jahr ebenfalls zu Recht zum größeren Kreis der Nationalmannschaft eingeladen wurde. Ein Drei-PunkteWurf und schöne Aktionen zum Brett hielten Rot-Weiß auf Tuchfühlung. Im letzten Viertel ließen sich die Hallerinnen aber das Spiel nicht mehr nehmen. Mit all ihrer Erfahrung und Klasse hielten sie die jungen Wilden aus Stuttgart immer auf Distanz. Eine Führung für Rot-Weiß gab es im ganzen Spiel nicht. Auch die Umstellung der Verteidigung übers ganze Spielfeld und der Versuch durch Fouls die Zeit zu stoppen, halfen nicht. Aber dieses Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut sich die junge Mannschaft im Laufe der Saison entwickelt hat. „Mannschaftlich war dies wohl das beste Spiel, was wir in diesem Jahr gemacht haben. Ich hatte richtig Spaß daran von außen zuzuschauen. Jede Spielerin hat versucht das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben und mit Leidenschaft gespielt. Wenn jede Niederlage so schön ist, habe ich kein Problem damit zu verlieren“, sagte Trainer Enrico Laue. Am Ende stand es aus Sicht der Gastgeberinnen verdient 83:75. Dieses Spiel war Werbung für den Basketballsport. Vielleicht kam die Niederlage auch deshalb zustande, weil Leonie Steinherr und Stefanie Rathfelder nicht noch eine Schippe drauflegen konnten, da sie bereits am Vormittag mit der U-19-Mannschaft beim Auswärtsspiel in Heidenheim die Chancen auf die Qualifikation zum Südwestdeutschen Pokal mit einem deutlichen 87:25-Sieg gewahrt haben. Leonie Steinherr gelangen in diesem Spiel sagenhafte 52 Punkte. Am kommenden Samstag kommt es zum Showdown in Freiburg um den Einzug zu den Südwest-Meisterschaften.Am Sonntag, 14 Uhr, findet das letzte Saisonspiel der Frauen in der heimischen Keplersporthalle statt. Rot-Weiß Stuttgart : K. Fofic (24 Punkte), L. Steinherr (20), S. Rathfelder (12/1 Dreier), K. Nebel (7/1) A. Tseberidu (6), R. Burghardt (4), A. Hackert (2), S. Sadikovic.

Enrico Laue

 

Artikel vom 17.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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