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TIPPS UND TRENDS HANDBALL

„Kein Selbstläufer“

TVN-Trainer Haigis warnt davor, die TSG Ketsch zu unterschätzen - Neuhausen und Deizisau ohne Druck

  Nellingens Marion Radonic wird gegen die TSG Ketsch wohl angeschlagen aufs Feld gehen - die Kreisläuferin laboriert an Verletzungen am Ellenbogen und an der Hand.Foto: Rudel
 

Nellingens Marion Radonic wird gegen die TSG Ketsch wohl angeschlagen aufs Feld gehen - die Kreisläuferin laboriert an Verletzungen am Ellenbogen und an der Hand. Foto: Rudel

 

Esslingen (red) - Bei den Zweitliga-Handballerinnen des TV Nellingen steht der Liga-Endspurt bevor: Noch drei Spiele trennen den Tabellenzweiten von den Playoff-Partien. Zunächst geht die Mannschaft von Coach Stefan Haigis beim Zehnten TSG Ketsch auf Tore- und Punktejagd. Die abstiegsbedrohten Regionalligisten TSV Deizisau und TSV Neuhausen wollen sich nicht länger unter Druck setzen. Beide Teams haben sich vorgenommen, auswärts befreit aufzuspielen.

Regionalliga

Der Vorletzte TSV Neuhausen fährt heute (20.30 Uhr) als klarer Außenseiter zum Tabellendrittem SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen . „Wir sollten jetzt frei aufspielen und den Tatsachen ins Auge sehen“, fordert Daniel Hebisch . Neuhausens Spieler und Pressewart meint, dass es utopisch wäre, noch an den Klassenverbleib zu glauben. Zwar solle die Hoffnung nie aufgegeben werden, aber alle verbleibenden Spiele zu gewinnen, sei sehr unwahrscheinlich. Jetzt gehe es darum zu zeigen, was jeder Einzelne kann und sowohl sich selbst, als auch die Mannschaft weiterzubringen.

„Das Thema Platz zehn haben wir erst einmal zu den Akten gelegt“, sagt Steffen Rost . Der Trainer des TSV Deizisau will so die Köpfe der Spieler frei bekommen. Beim Zehnten SG Köndringen/Teningen wollen die Deizisauer heute (20 Uhr) dennoch möglichst Punkte sammeln und sich gut präsentieren. Mit einem Sieg wäre die SG ihrerseits auf dem Weg, sich den Klassenverbleib zu sichern. „Ich glaube daran, dass meine Mannschaft um jeden Punkt kämpft. Auch wenn wir den Nichtabstieg nicht mehr zum zentralen Thema machen, ist es uns natürlich nicht egal, wo wir in der kommenden Saison spielen“, schildert Rost die Situation. Bei der SG erwartet die Deizisauer allerdings eine unangenehme Aufgabe. „In all den Jahren haben wir dort erst einmal gewonnen und häufig deutliche Niederlagen kassiert“, sagt Rost und fügt hinzu: „Das ist nicht gerade Deizisauer Pflaster.“

Württembergliga

Der TSV Wolfschlugen tritt heute (20 Uhr) bei der MTG Wangen an. „Im Allgäu erwartet uns ein heißer Tanz“, glaubt Wolfschlugens Abteilungsleiter Wolfgang Stoll . Die Wolfschlugener stehen vier Zähler hinter der MTG auf Rang drei. „Bis vor zwei Wochen wäre diese Partie wohl zum absoluten Topspiel um den Relegationsplatz geworden, inzwischen sind wir aber nur noch krasser Außenseiter“, stapelt Stoll etwas tief. Das Team aus dem Allgäu mit dem Erfolgstrainer-Gespann Reinhard Geyer und Karl Wachter werde versuchen, auch im Rückspiel erfolgreich zu sein, so Stoll. In der Vorrunde unterlag Wolfschlugen knapp mit 31:32.

Der HSG Ostfildern steht eine ungewohnte Situation bevor: Bei der HSG Schönbuch herrscht morgen (17 Uhr) absolutes Harzverbot. Das soll laut Ostfilderns Coach Andreas Losert aber keine Vorabentschuldigung für einen möglichen Misserfolg sein. „Wir fahren nach Holzgerlingen, um zu gewinnen“, gibt er eine klare Zielsetzung vor. Losert erwartet eine Reaktion der Mannschaft. Denn die sehr gute Vorrunde wird bisher von einer wechselhaften Rückrunde überschattet. Wegen anhaltender Verletzungssorgen werden drei A-Jugendliche zum Team stoßen. Der 17-jährige Rückraumspieler Timo Durst steht vor seinem Debüt.

„Ich hoffe, dass wir mit dem nötigen Ernst rangehen“, sagt Volker Greiner, der Trainer des TV Plochingen , vor der heutigen Begegnung (19.30 Uhr) beim SC Vöhringen . Zwar stehe Vöhringen auf Rang zehn, habe aber weit mehr Potenzial. Zu Beginn der Saison wurde der SC gar als Aufstiegskandidat gehandelt, ehe er in den Tabellenkeller abrutschte. Mit einer Serie von 7:1 Punkten ist nun der Klassenverbleib beim TVP-Gegner gesichert. „Vöhringen kann frei aufspielen“, sagt Greiner, dem erneut nur ein dünn besetzter Kader zur Verfügung steht. „Ich glaube dennoch, ein ist Sieg machbar.“

Landesliga

Der Tabellenzweite Team Esslingen empfängt heute (18 Uhr) den Dritten TSV Grabenstetten . „Das ist für Grabenstetten die letzte Möglichkeit, die Chance auf den zweiten Rang zu wahren“, sagt Team-Trainer Thomas Freiwald . Graben-stetten müsse daher gewinnen. Sein Team hingegen will es. Den Relegationsplatz soll den Esslingern schließlich keiner mehr nehmen

Tabellenführer HC Wernau tritt heute (20 Uhr) bei der abstiegsbedrohten SG Lenningen an. Zwar erwartet Wernaus Trainer Frank Ziehfreund eine kampfbetonte Partie, bei der es die Lenninger dem HCW nicht leicht machen werden, aber für ihn zählen keine Ausreden: „Wir sind Erster und wollen in Lenningen nicht verlieren.“ Mit einem Sieg sollen die Weichen gestellt werden, um beim nächsten Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers II den Aufstieg perfekt zu machen.

Bezirksliga

Morgen (15 Uhr) heißt es für den TSV Wolfschlugen II, gegen den S V Vaihingen wie im Hinspiel zwei Punkte zu holen, um die Hoffnungen auf den Klassenverbleib zu wahren.

Beim Aufstiegsaspiranten TV Reichenbach muss der TSV Neuhausen II morgen (17 Uhr) sein Potenzial über die gesamte Spieldauer abrufen, um zwei Zähler aus dem Filstal zu entführen. Für Reichenbach ist nach den vergangenen Erfolgen das Rennen um den Relegationsplatz eröffnet.

Der TSV Denkendorf tritt morgen (17 Uhr) beim TV Plochingen II an. Beim Zweiten wollen die Denkendorfer ihre Siegesserie fortsetzen. Die Plochinger müssen zahlreiche Ausfälle verkraften.

Bezirksklasse

Um den vorletzten Tabellenplatz zu verlassen, benötigt der TSV Wolfschlugen III morgen (13 Uhr) beide Punkte gegen Schlusslicht Team Esslingen II .

Der TV Altbach muss heute (20 Uhr) bei der SG Esslingen antreten. Die Gastgeber befinden sich trotz ihrer aktuellen Erfolgsserie von sechs Punkten noch immer in Abstiegsgefahr. Gegen den zuletzt auswärtsschwachen TVA soll die Erfolgsserie ausgebaut werden.

Kreisliga A

Der TSV Deizisau II benötigt heute (18.15 Uhr) eine gute Leistung, um beim VfL Kirchheim erfolgreich zu sein und im Abstiegskampf zwei wichtige Punkte einzufahren.

Auf den TV Plochingen III wartet morgen (15 Uhr) eine schwere Aufgabe. Der Tabellenzweite SKV Unterensingen ist zu Gast.

Die SG Hegensberg/Liebersbronn II empfängt heute (17.45 Uhr) das HT Uhingen/Holzhausen und benötigt noch einen Punkt, um sich aller Abstiegssorgen zu entledigen.

Frauen - 2. Bundesliga

„Die Gefahr besteht darin, die TSG Ketsch zu unterschätzen“, sagt Stefan Haigis vor der heutigen Partie (19.30 Uhr) des TV Nellingen beim Tabellenzehnten. Der Nellinger Trainer ist sich sicher, dass seine Schützlinge das bessere Team sind. Dennoch sei die Begegnung „kein Selbstläufer“. „Es wird ausschlaggebend sein, wie wir mit dem Sieg gegen Spitzenreiter Bensheim-Auerbach zurechtkommen“, erklärt Haigis. Zudem seien abstiegsbedrohte Mannschaften immer gefährlich. Der Coach spricht aus Erfahrung: Vor einem Jahr stand der TVN selbst unten drin und schlug den damaligen Playoff-Teilnehmer Zwickau. Für die restliche Saison werde Nellingen noch einen langen Atem benötigen. „Es stehen noch drei Ligaspiele, Pokal und die Playoff-Partien auf dem Programm“, sagt Haigis und ergänzt: „Für einzelne Spielerinnen ist die Saison schon sehr lang. Das berücksichtige ich auch in den Trainingseinheiten.“ Bei der TSG Ketsch hat Haigis alle Spielerinnen an Bord - ob und wie lange Christine Maric (Schulterverletzung) und Marion Radonic (Verletzung an Ellenbogen und Hand) zum Einsatz kommen werden, ist allerdings noch nicht sicher.

Württembergliga

„Die Saison neigt sich dem Ende zu und mit ihr unsere Kräfte“, sagt Florence Koutny , Spielerin der HSG Deizisau/Denkendorf . Der Kader schrumpfe von Woche zu Woche. Heute (20 Uhr) tritt das dezimierte Team beim Tabellenzehnten HSG Schönbuch an.

 

Artikel vom 13.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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