Oft dabei, aber selten sehr weit
Der VfB Stuttgart hat im europäischen Wettbewerb schon lange kein Viertelfinale mehr erreicht
Stuttgart - Wenn der VfB Stuttgart morgen (20.45 Uhr) in Barcelona um den Einzug ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League spielt, ist das nicht unbedingt ein Duell auf Augenhöhe. Doch auch wenn die Schwaben gegen die zurzeit beste Vereinsmannschaft der Welt krasse Außenseiter sind, vertreten sie die Bundesliga seit Jahren regelmäßig und einigermaßen erfolgreich auf der europäischen Bühne. Seit dem Finale des Pokalsiegerwettbewerbes am 13. Mai 1998 war der VfB nur in drei Spielzeiten nicht international aktiv. Aber seither kam die Mannschaft auch nicht weiter als bis ins Achtelfinale.
1997/1998: Über IB Vestmannaeyjar, Germinal Ekeren, Slavia Prag und Lokomotive Moskau kämpfen sich die Schwaben im Pokalsiegerwettbwerb bis ins Finale nach Stockholm. Dort ist für Krassimir Balakov und Co. gegen den FC Chelsea mit 0:1 (Tor: Gianfranco Zola) Endstation.
1998/1999: Im UEFA-Cup setzt sich der VfB in der ersten Runde nach einem 1:3 im Heimspiel mit 3:0 bei Feyenoord Rotterdam durch. Das Spiel in Stuttgart dürfte vor allem den Sicherheitskräften noch in Erinnerung sein. In der zweiten Runde scheitert das Team am FC Brügge. 1:1 endet das Hinspiel, in Brügge setzen sich die Belgier mit 3:2 nach Verlängerung durch.
1999/2000: Der VfB kann sich ganz auf die Liga konzentrieren.
2000/2001: In der Vorrunde des UEFA-Cups schaltet der VfB Heart of Midlothian, den FC Tirol Innsbruck und erneut Rotterdam (2:2; 2:1) aus und steht im Achtelfinale. Dort scheitert die Mannschaft an Celta Vigo (0:0; 1:2). Trainer Ralf Rangnick wird nach der Niederlage in Spanien zurückgetreten.
2001/2002: Stuttgart taucht auf der europäischen Fußball-Landkarte nicht auf.
2002/2003: Wieder überstehen die Schwaben im UEFA-Cup die Vorrunde, diesmal auch durch zwei Siege gegen Brügge. Aber wieder ist im Achtelfinale Schluss, nach einer 1:3-Niederlage bei Celtic Glasgow reicht der 3:2-Heimsieg gegen die Schotten nicht.
2003/2004: Der VfB schnuppert Champions-League-Luft und steht nach den Gruppenspielen gegen Manchester United (der 2:1-Sieg am 1. Oktober lässt Stuttgart beben), die Glasgow Rangers und Panathi-naikos Athen im Achtelfinale. In den beiden Spielen gegen den FC Chelsea erzielen nur die Engländer ein Tor: Sie gewinnen in Stuttgart und verteidigen zuhause ein 0:0.
2004/2005: Zurück im UEFA-Cup setzen sich die Stuttgarter in der nun auch dort eingeführten Gruppenphase mit Ujpest Budapest, SK Beveren, Benfica Lissabon und Dinamo Zagreb durch. In der ersten K.o.-Runde fällt gegen den FC Parma in zwei Mal 90 Minuten kein Tor, in der Verlängerung in Parma erzielen die Italiener aber noch zwei Treffer und stehen im Achtelfinale.
2005/2006: Das gleiche Ergebnis wie im Jahr zuvor. Nach der Gruppenphase mit Stade Rennes, Schachtjor Donezk (Ciprian Marica erzielt ein Tor gegen den VfB), PAOK Saloniki und Rapid Bukarest erreichen die Stuttgarter die K.o.-Runde. Hier ist der FC Middlesbrough eine zu hohe Hürde. Nach der 1:2-Heimniederlage gewinnt der VfB in England mit 1:0, aber das reicht nicht.
2006/2007: Durch eine 2:3-Niederlage gegen Schalke 04 am letzten Spieltag der Vorsaison verpasst der VfB den Sprung in den internationalen Wettbewerb, kann seine Kräfte ganz in der Bundesliga einsetzen und wird mit Trainer Armin Veh Meister.
2007/2008: Die Champions League wird für die Schwaben zur Enttäuschung. In der Gruppe mit dem FC Barcelona (0:2, 1:3), Olympique Lyon und den Glasgow Rangers wird der VfB Letzter.
2008/2009: Über den UI-Cup - der VfB ist sein letzter Gewinner - schaffen es die Stuttgarter in den UEFA-Cup. Nach erfolgreicher Gruppenphase mit Spielen gegen den FC Sevilla, Partizan Belgrad, Sampdoria Genau und Standard Lüttich reicht es gerade so für den Einzug in die K.o.-Runde. Dort gibt es gegen Zenit St. Petersburg zwei 1:2-Niederlagen.
2009/2010: Die Stuttgarter kämpfen sich durch die Qualifikation und spielen wieder in der Champions League. Auch in der Gruppenphase (Gegner sind wieder die Glasgow Rangers und der FC Sevilla sowie Unirea Urziceni) setzen sie sich durch - und erwischen im Achtelfinale das Traumlos FC Barcelona. Nach dem respektablen 1:1 im Hinspiel mit einem Treffer von Cacau wollen sie morgen in Camp Nou für eine faustdicke Überraschung sorgen und endlich mal wieder ein Viertelfinale erreichen.
2010/2011: Es spricht vieles dafür, dass die Schwaben wieder eine Pause von Europa einlegen.



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