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Eine weitere Herausforderung

Der VfB Stuttgart hat Respekt vor dem FC Schalke 04 und dessen Trainer - Die Mannschaft hat Lunte gerochen

  Halt, hier geblieben: Georg Niedermeier (links) versucht, Alexander Hleb im Trainingsspielchen zu stoppen. Der Abwehrspieler vertritt morgen auf Schalke den gesperrten Matthieu Delpierre.Foto: Rudel
 

Halt, hier geblieben: Georg Niedermeier (links) versucht, Alexander Hleb im Trainingsspielchen zu stoppen. Der Abwehrspieler vertritt morgen auf Schalke den gesperrten Matthieu Delpierre. Foto: Rudel

 

Stuttgart - Keine Atempause für den VfB Stuttgart. Nach dem 2:2 am vergangenen Samstag in Bremen folgt in dem Gastspiel morgen (20.30 Uhr) beim Tabellenzweiten FC Schalke 04 der nächste schwere Brocken für den schwäbischen Fußball-Bundesligisten. „Das ist eine weitere sportliche Herausforderung. Schalke ist eine absolute Spitzenmannschaft“, sagte Trainer Christian Gross.

Von Hannes Kern

Der Schweizer äußerte sich angesichts der erfolgreichen Aufholjagd des VfB in den vergangenen Wochen nach wie vor nicht darüber, ob der Sprung ins internationale Geschäft noch möglich sei. Aber man kann davon ausgehen, dass die Spieler Lunte gerochen haben. „Ich spüre die Bereitschaft in der Mannschaft“, deutete Gross an, dass die Spieler die Chance auf einen Platz in der Europa League nutzen wollen. Auch Gross will immer das Maximale und wäre deshalb mit einem Punkt auf Schalke „nicht zufrieden. Wir streben drei Punkte an“.Gleichermaßen zeigt Gross Respekt vor der Leistung der Schalker in dieser Saison, in der die „Knappen“ zum Meisterschaftsanwärter avancierten. Und er zieht er den Hut vor Trainer Felix Magath: „Schalke ist taktisch flexibel, es ist schwierig, gegen diese Mannschaft ein Tor zu erzielen. Und der Verein hofft, mit Magath den Titel zu holen.“VfB-Manager Horst Heldt wurde 2003 als Spieler von Magath nach Stuttgart geholt und kennt den Trainer so gut wie kaum ein anderer. „Die Kunst Magaths besteht darin, in absolut kurzer Zeit eine starke Mannschaft zu formen, und er beherrscht die Kunst, eine Mannschaft schlecht zu reden“, sagte Heldt mit einem süffisanten Lächeln.Auch Gross hält nicht viel von Lobhudelei und spricht Schwachpunkte offen an. So fordert er noch mehr Abgeklärtheit als in Bremen. „Das war mir zu wenig“, sagte er. „Wir haben uns in der zweiten Hälfte zu sehr zurückdrängen lassen und es versäumt, gegen Werder drei Punkte zu holen.“ Personell kann der Trainer morgen (fast) aus dem Vollen schöpfen. Alle Spieler sind fit, verzichten muss er nur auf den gelb-gesperrten Kapitän Matthieu Delpierre. Der Abwehrspieler wird durch Georg Niedermeier vertreten. „Niedermeier hat sich zu Beginn der Rückrunde bewährt“, begründete Gross seine Entscheidung. Ansonsten wird der VfB mit derselben Aufstellung wie in Bremen antreten.Unterdessen ist Heldt damit beschäftigt, Vertragsverhandlungen mit einigen Spielern zu führen. „Es gibt nichts Neues zu berichten“, wollte er keine konkreten Angaben machen. Mit Cacau habe es „ein weiteres nettes Gespräch gegeben“, ließ Heldt wissen. Bis Ende März, so der Manager, sei eine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung mit dem Nationalstürmer zu erwarten.

 

Artikel vom 11.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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