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Der Blick geht nach oben
Der TSV RSK Esslingen gibt sich bereits nach seinem ersten Halbjahr in der Landesliga erstaunlich selbstbewusst - Trainer lobt Weiterentwicklung
Esslingen - Selbst die größten Optimisten haben beim TSV RSK Esslingen nicht damit gerechnet, dass der Aufsteiger zur Winterpause
auf Platz sieben der Fußball-Landesliga stehen würde - weit weg von allen Abstiegssorgen. Wer jetzt gedacht hat, dass das
Trainergespann Thomas Köhrer und Michael Lattacher in der Rückrunde damit rechnet, das Team werde etwas nachlassen, sieht
sich getäuscht. „Wenn wir am Schluss auf Platz fünf stehen, wäre das eine tolle Sache“, sagt Köhrer.
Als sich Trainer und Spieler des TSV RSK Esslingen zum ersten Mal nach zwei Monaten Pause auf der Katharinenlinde zum Trainingsauftakt trafen, wusste Thomas Köhrer, dass die Mannschaft verstanden hat. „Es war nicht zu merken, dass wir lange nicht trainiert haben“, beschreibt der Coach seine positiven Eindrücke, als er das Team bei der ersten Laufeinheit beobachtete. Nach dem Spiel gegen den GSV Dürnau (4:1) hatten er und sein Trainerkollege Lattacher die Mannschaft in die wohlverdiente Pause entlassen. Eigenverantwortlich sollte jeder für sich entscheiden, wie er sich bis zum Trainingsbeginn fit hält. Dieser war von den Trainern bewusst auf fünf Wochen vor dem ersten Punktspiel festgelegt worden. „Das war die kürzeste Vorbereitung aller Teams“, sagt Köhrer. Die Vorbereitung war, wie bei so vielen Konkurrenten, bestimmt durch das schlechte Wetter. Bis vor knapp zwei Wochen lag auf der Katharinenlinde Schnee, der TSV RSK musste immer wieder auf den Kunstrasenplatz des TSVW ausweichen. „Dafür haben wir viel Kraft und Kondition trainiert“, sieht Köhrer die Umstände positiv.
Neues Spielsystem getestet
Immerhin vier Vorbereitunsspiele haben die Esslinger absolviert. Gegen die Landesligisten Unterweissach (1:1) und Gerlingen (2:2) gelang jeweils ein Unentschieden, der TSVW Esslingen wurde 2:1 besiegt. Zum Schluss gab es wieder ein Remis, dieses Mal gegen die SF Lorch (1:1) aus der Kreisliga A.
Getestet haben Köhrer und Lattacher sowohl die Neuzugänge Hakan Yildiz (vom SC Altbach) und Serdar Düzgun (vom VfB Reichenbach) als auch ein neues Spielsystem. Zum beliebten 4-5-1 mit Kapitän Tobias Gauss als einziger Spitze haben die Trainer mit dem Neuzugang Hakan Yildiz ein klassisches 4-4-2 als Alternative ausprobiert. „Er macht einen guten Eindruck, vor allem läuferisch“, ist Köhrer vom 25-jährigen Neuzugang Yildiz überzeugt.
Zu viele Gegentore
Am Sonntag gegen den FV Sontheim allerdings wird sich die Gelegenheit nicht bieten, mit beiden Stürmern zu beginnen. Gauss ist aus Studiengründen verhindert, somit wird Yildiz im 4-5-1-System zu seinem ersten Einsatz kommen. Neben Kapitän Gauss werden auch Niklas von Kirchbach (Auslandsaufenthalt), Oliver Bechstein (Knieprobleme) und Philipp Wager (Finger gebrochen) fehlen.
Die Marschroute für den TSV RSK Esslingen ist trotzdem klar. Beim Tabellenvorletzten Sontheim soll gleich ein Sieg her und auch insgesamt wollen die Esslinger ihre Position in der Tabelle halten, wenn nicht gar noch ein wenig verbessern. „Dafür haben wir bisher aber zu viele Gegentore bekommen und auswärts zu wenig gerissen“, beschreibt Köhrer die Probleme der Esslinger. In die Leistungsfähigkeit des Teams haben er und Lattacher jedoch großes Zutrauen. „Sie haben sich weiterentwickelt und können mittlerweile nicht nur spielerisch mithalten“, sagt Köhrer.



