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„Das wirft mich nicht um“

  Er kann schon wieder lachen: Daniel Hebisch mit Krücken beim EZ-Pokal.
 

Er kann schon wieder lachen: Daniel Hebisch mit Krücken beim EZ-Pokal.

 

Esslingen - Gut drei Wochen nach seinem Knöchelbruch im Sprunggelenk blickt Daniel Hebisch vom Regionalligisten TSV Neuhausen zuversichtlich in die Zukunft. „Ich werde weitermachen“, sagt der 30-Jährige am Rande des EZ-Pokals im Gespräch mit Beate Wockenfuß.

Wie geht ' s?

Hebisch: Schon besser. Noch laufe ich an Krücken, weil ich den Fuß nicht belasten darf. Aber in zwei Wochen wird eine Schraube entfernt, dann brauche ich die Krücken nicht mehr. Die Metallplatte und die anderen Schrauben kommen in acht bis zwölf Monaten raus.

Was haben Sie von dem Unfall noch in Erinnerung?

Hebisch: Jedes Detail. Auch die Stelle in der Halle, wo es passiert ist. Ich habe keinen Filmriss. Ich wusste schon beim Aufkommen, dass etwas arg kaputt ist. Das Gelenk war ausgekugelt, mein Kreislauf im Keller und der Puls ganz unten. Ich hatte Schmerzen ohne Ende.

Wann kehren Sie auf das Handball-Parkett zurück?

Hebisch: Ich nehme mir vor, im April wieder zu spielen. Die Verletzung war zwar heftig, aber sie wirft mich nicht um. Ich werde weitermachen. Mein Ziel war es, Handball zu spielen, bis ich 35 Jahre alt bin. Ich muss halt schauen, wie es gesundheitlich läuft.

Hatten Sie in Ihren 22 aktiven Handball-Jahren schon mal eine ähnlich schwere Verletzung?

Hebisch: Zum Glück nicht. Ich habe mir in der B-Jugend mal den Daumen gebrochen. Vor zwei Jahren hatte ich mit Bandscheibenproblemen zu kämpfen. Das war zwar auch eine langwierige Geschichte. Aber eine Verletzung, bei der ich wusste, von jetzt auf gleich ist alles kaputt - das gab es noch nie.

Was hat Sie aufgebaut?

Hebisch: Der enorme Zuspruch hat mir geholfen. Nach der Verletzung haben mich wahnsinnig viele Genesungswünsche erreicht. Ich habe fast ununterbrochen SMS, Mails, Anrufe und auch Hilfsangebote erhalten. Das war grandios und hat mich schon schwer gerührt.

Die Mannschaft muss jetzt ohne ihren Oldie auskommen. . .

Hebisch: . . . und ohne ihren einzigen Linkshänder. Ein Regionalligist ohne Linkshänder - das ist fahrlässig. Vor allem in unserer momentanen Situation. Da ist Ersatz nötig. Für mich ist die Zwangspause absolut ärgerlich. Jetzt ist gerade mal die Hälfte der Saison um. Mir hat es richtig Spaß gemacht, auch wenn wir Höhen und Tiefen hatten. Als Ältester habe ich versucht, Vorbild zu sein. Bis ich wieder spielen kann, werde ich das Team auf jeden Fall von der Bank aus unterstützen.

 

Artikel vom 07.01.2010 © Eßlinger Zeitung

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