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Eine Rundmail, und die Helfer kommen

Gastgeber HSG Ostfildern meistert die Organisation des Turniers erfolgreich

  Die Festwarte Volker Illi (links) und Arne Fingerle haben in der Küche alles im Griff. Neben Leberkäs‘-Weckle und Maultaschen gibt es beim EZ-Pokal auch Gulaschsuppe, Kartoffelsalat und natürlich Kuchen.
 

Die Festwarte Volker Illi (links) und Arne Fingerle haben in der Küche alles im Griff. Neben Leberkäs‘-Weckle und Maultaschen gibt es beim EZ-Pokal auch Gulaschsuppe, Kartoffelsalat und natürlich Kuchen.

 

Von Sebastian Großhans

Esslingen - Für den reibungslosen Ablauf des EZ-Pokals sind vor allem die Helfer hinter den Kulissen verantwortlich. Es stellt sich die Frage: Wieviele Kuchen plant man für 4000 Zuschauer ein? Werden 50 Liter Gulaschsuppe reichen oder bekommt man 50 Kisten Sprudel überhaupt unter die Leute?

„Wir haben 30 Kilogramm Leberkäse und 2500 Brötchen“, sagte Volker Illi zu Beginn des Pokals. Er ist seit 30 Jahren Festwart, Handball spielte er nie aktiv. Ganz anders sein Kollege Arne Fingerle, der zusammen mit ihm für Essen und Getränke zuständig war. Der 42-Jährige ist seit drei Jahren Festwart bei der HSG, war aber bereits als Handballer des TSV Scharnhausen beim EZ-Pokal vertreten.

Bei den Essensmengen, unter anderem wurden 900 Maultaschen geordert, orientierten sich die beiden an den Zuschauerzahlen der Vorjahre.

Keine Engpässe befürchtet

„Wir haben so viel eingeplant, dass wir keinen Notfall haben werden. Falls doch, können wir problemlos etwas beim Metzger nachkaufen“, sagte Fingerle. Nur am Finaltag wurde es teilweise eng. „Wir mussten nochmals los und Würstchen nachkaufen. Auch die Brötchen gingen uns nahezu aus“, sagte Cheforganisator Jörg Heiland gestern nach getaner Arbeit.

Um für das leibliche Wohl der Besucher und Spieler zu sorgen, waren an den Turniertagen je zwei Schichten freiwilliger Mitarbeiter abwechselnd tätig. „Pro Schicht hatten wir bis zu fünf Leute in der Küche, drei Personen an der Essensausgabe und vier bei den Getränken. Jede Schicht ging drei bis vier Stunden lang“, erklärte Fingerle. Er ist froh, dass sich so viele Helfer gefunden hatten, was die Ostfilderner auch ihrem großen Jugendbereich und den hilfsbereiten Eltern zu verdanken haben.

„Die Besprechungen und Versammlungen bis zum Pokal waren das Schlimmste“, scherzte Fingerle, „der laufende Betrieb ging dann problemlos.“ Schwierigkeiten bereitete jedoch die Ausstattung der Küche, weswegen die HSG einige Geräte selbst mitbringen musste.

Um die süßen Gelüste kümmerte sich der Jugendleiter Roland Gehrung. Für die ersten beiden Turniertage backten Vereinsmitglieder jeweils 15 Kuchen, am gestrigen Finaltag waren es sogar 25. Die meisten kamen von Eltern und Spielern aus dem Jugendbereich. Jeden Tag wurden andere Sorten serviert und von den Besuchern fast komplett vertilgt. Drei bis vier Leute halfen permanent beim Verkauf von Kaffee und Kuchen. „Ich bin überrascht, wie gut besucht die Halle ist, dafür, dass wir Schulferien und einen normalen Werktag haben“, freute sich Gehrung bereits am Montag. Helfermangel gab es auch in seinem Bereich nicht: „Mit einer Rundmail habe ich schnell mehr als 200 Mitglieder erreicht und so viele Freiwillige gefunden, die auf Anhieb helfen wollten.“

Klaus Rüdiger und Michael Kircher waren für die Eintrittskarten und Bons zuständig. Für zehn Euro erhielten die Besucher Bons, auf denen beim Essens- und Getränkekauf die Preise abgehakt wurden. „Das war einfacher für die Berechnung der Wechselgeldmenge“, sagte Kircher. Zudem hatte der Verein bereits in der Vergangenheit positive Erfahrungen damit gemacht, dass so nur eine zentrale Kasse und keine Kärtchen für verschiedene Gerichte nötig sind. Abzuschätzen, wieviel Geld überhaupt für das Turnier zur Verfügung stehen musste, war für die beiden das schwierigste. „Wir haben eine Minimum- und Maximum-Rechnung der Zuschauer gemacht“, sagte Rüdiger. Schlussendlich planten sie mit 2500 bis 3000 Besuchern. Dass der Eintritt für Jugendspieler der HSG und Zuschauer unter 15 Jahren frei war, machte die Planungen nicht leichter.

„Toll war, dass die HSG durch den Pokal auch neue Sponsoren bekam“, freute sich Jochen Brinzing. „Mit den Sponsoren muss man regelmäßig die Verbindung pflegen“, erklärte der Jugendtrainer, der seit drei Jahren das Sponsoring der HSG leitet. „Durch diese Beziehungen konnten wir auch einigen A-Jugendlichen einen Nebenjob vermitteln.“

 

Artikel vom 07.01.2010 © Eßlinger Zeitung

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