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Nur die Altbacher fahren neun Punkte ein

In der Vorrunde schaffen alle Landes- und Bezirksligisten den Einzug ins Viertelfinale

  Ausrichter SC Altbach (am Ball Martin Frankowski, gegen Stefan Zemmel vom TSV Lichtenwald) kann auf seine Vorrundenbilanz stolz sein.
 

Ausrichter SC Altbach (am Ball Martin Frankowski, gegen Stefan Zemmel vom TSV Lichtenwald) kann auf seine Vorrundenbilanz stolz sein.

 

Altbach - Nach ihren Anlaufschwierigkeiten am ersten Spieltag hatten die beiden Landesligisten in den weiteren Gruppenspielen keine großen Probleme mehr. Alle Favoriten kamen weiter, der VfB Ober-esslingen/Zell allerdings nur mühsam und der FV Neuhausen nur mit viel Glück. Ausrichter SC Altbach gelang die beste Vorrundenausbeute aller 16 Teilnehmer.

GRUPPE 1

Nach einem Unentschieden im ersten Gruppenspiel gegen Bezirksligist FV Neuhausen eröffnete Landesligist TV Nellingen den zweiten Spieltag mit einem Torfeuerwerk. Der Vorjahressieger fegte den FV Plochingen mit 6:0 vom Platz. Der Nellinger Pressewart Ulrich Eberle war zufrieden, allerdings nicht hundertprozentig: „Wir haben vieles gut gemacht, aber es waren ein paar Tore zu wenig. Ein 6:0 ist bei dem Klassenunterschied normal.“ Der FV Neuhausen gewann zwar verdient mit 3:0 gegen die Wernauer Sportfreunde. Doch auch FVN-Trainer Robert Stadtmüller hätte gerne noch mehr Tore gesehen. „Wir haben in der ersten Hälfte zufriedenstellend gespielt, waren aber vor dem Tor zu nachlässig“, bilanzierte Stadtmüller. „Nach dem 3:0 fehlte etwas die Konzentration.“ Zum Neuhausener Pokalhelden wurde schließlich Andreas Temeschinko. Im entscheidenden Spiel gegen Plochingen hielt der Torwart beim Stande von 1:1 kurz vor dem Schlusspfiff einen Elfmeter von Markus Rosam - hätte der Plochinger getroffen, wäre der FVN ausgeschieden gewesen. So aber zitterte sich Neuhausen doch ins Viertelfinale. „Eine Selbstzufriedenheit nach dem 1:0“ konstatierte Stadtmüller als Ursache für das magere 1:1 gegen den Kreisliga-B-Verein. Der TV Nellingen zog mit einem 5:0 gegen die WSF mit standesgemäßem Ergebnis ins Viertelfinale ein.

Gruppe 2

Im Duell der Esslinger Mannschaften setzte sich Landesligist TSV RSK souverän mit 5:0 gegen den A-Ligisten TSG durch. „Die Tore waren schön herausgespielt“, stellte RSK-Coach Michael Lattacher zufrieden fest. Der TSV Berkheim aus der Kreisliga A hatte zeitgleich seine liebe Mühe mit dem klassentieferen SV Mettingen - erst in der letzten Minute fiel der Berkheimer Siegtreffer zum 2:1. „Gewonnen“, lautete das knappe Fazit von Berkheims neuem Trainer Michael Erhardt, der sich an der Seitenlinie bisweilen die Seele aus dem Leib brüllte, die TSV- Schwächen mitten in der Saisonvorbereitung aber nicht überbewerten will. Im Spiel gegen die TSG gelang Berkheim erneut erst kurz vor Schluss die Entscheidung - dank zwei Toren in den letzten Minuten siegte der TSV mit 3:1 und erreichte das Viertelfinale. Gruppensieger wurde der TSV RSK mit einem 3:1-Erfolg gegen den SV Mettingen. Dabei bog der Landesligist einen 0:1-Rückstand noch um. „Wir haben zu viel zugelassen, das muss bis zum Landesligastart besser werden“, kritisierte Trainer Lattacher.

GRUPPE 3

Bezirksligist VfB Reichenbach kam zum Auftakt des zweiten Spieltags nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den A-Ligisten SG Eintracht Sirnau hinaus. Reichenbachs Spielertrainer Erkan Sevik hatte eine Erklärung für die magere Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben gestern Thomas Konnerths Geburtstag nachgefeiert. Die letzten Spieler gingen erst um sechs Uhr nach Hause.“ Dem TSVW reichte ein frühes Tor von Christian Claß, um das erste Esslinger A-Liga-Stadtderby gegen die SV 1845 zu gewinnen. Auch im zweiten Derby behielten die Wäldenbronner die Oberhand und schlugen Sirnau mit 2:1. Das reichte zum Viertelfinaleinzug. „Das war holpriger, als wir es uns vorgestellt haben, aber im Endeffekt zählt das Weiterkommen“, sagte TSVW-Coach Timm Fahrion. Die Reichenbacher sicherten sich mit einem nie gefährdeten 5:0-Sieg gegen die SV 1845 Esslingen den Einzug ins Viertelfinale. Thomas Konnerth, zuvor der Anlass der nächtlichen Party, markierte nach einem Alleingang das 4:0 (37.) und bereitete das 5:0 vor. Trotz des deutlichen Erfolgs sah Coach Sevik noch Verbesserungsbedarf: „Wir müssen mehr Laufbereitschaft zeigen.“

Gruppe 4

Bezirksligist VfB Oberesslingen/Zell offenbarte auch im zweiten Turnierspiel einige Schwächen. Der Gruppenfavorit kam gegen den klassentieferen TSV Denkendorf nur zu einem mühsamen 1:0-Erfolg. Das Ergebnis hätte auch andersherum ausfallen können. „Wir mussten uns nach dem Spiel gegen Altbach erst wieder finden. Es gab deutliche Worte“, spielte VfBO-Co-Trainer Andreas Fischer auf das 2:4 gegen die Gastgeber an. Die Altbacher setzten indes gegen den TSV Lichtenwald sogar noch eins drauf. Mit einem souveränen 4:0-Erfolg legte der SCA den Grundstein zum Gruppensieg. Das einzige Manko war trotz des hohen Sieges die Chancenverwertung. „Das war im Großen und Ganzen in Ordnung“, wollte Spielertrainer Athanasios Kirkopoulos allerdings nicht meckern. Anschließend gewann der SCA auch sein drittes Gruppenspiel und zog als einzige Mannschaft mit den vollen neun Punkten ins Viertelfinale ein. Gegen den TSV Denkendorf reichte es zu einem knappen 2:1. Der VfBO gab sich gegen Lichtenwald keine Blöße und sicherte sich mit einem 4:0-Erfolg den zweiten Viertelfinalplatz.

 

Artikel vom 09.08.2010 © Eßlinger Zeitung

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