Stehende Ovationen für Werner Pirner
Der Cheforganisator der TSG Esslingen wird für seine Verdienste um den EZ-City-Lauf als „Antreiber und Visionär“ gewürdigt
Esslingen - Mit lang anhaltendem Beifall wurde Werner Pirner nach zehn Jahren in seiner Funktion als Cheforganisator der TSG Esslingen beim EZ-City-Lauf um den Sport-Flöss-Pokal verabschiedet. Die Erfolgsgeschichte des EZ-City-Laufs ist eng mit seinem Namen verbunden. „Werner Pirner verdient großer Respekt und Anerkennung“, sagte Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger anläßlich des zehnjährigen Jubiläums der Breitensportveranstaltung.
Nach Ansicht von EZ-Chefredakteur Markus Bleistein waren die stehenden Ovationen für den 69-jährigen Pirner bei der Jubiläumsveranstaltung im Waldheim auf dem Zollberg durchaus „Kanzlerkandidatenreif“. Die 225 Helfer der TSG, Sponsoren und geladenen Gäste würdigten auf eindrucksvolle Weise die Verdienste Pirners, der von Bleistein als „Antreiber und Visionär“ bezeichnet wurde.Zieger erzählte die Anekdote, dass Pirner mit einer der ersten Menschen war, die er als OB-Kandidat in Esslingen kennengelernt hat, wie er „in eine Besenwirtschaft geschleppt“ und diese „in trunkenem Zustand“ wieder verlassen habe. In seinen weiteren Begegnungen mit Pirner hat Zieger zwei Dinge empfunden: „Das ist kein Feind von dir und das ist keiner, der Absichten wie eine Monstranz vor sich herträgt, sondern die Dinge anpackt“. Pirner habe vorbildliche Arbeit für die Vereinswelt und den Stadtteil geleistet.
Der Abschied fällt nicht leicht
Pirner, dessen Aufgaben beim EZ-City-Lauf sein Vereinskollege Detlef Schnabel übernimmt, fällt der Abschied nicht leicht, die Veranstaltung ist ihm in all den Jahren ans Herz gewachsen. Pirner sorgte mit seinem Engagement maßgeblich dafür, dass der Satz „es gibt viele Wege durch Esslingen, der schönste ist der EZ-City-Lauf“ Gültigkeit besitzt. Der langjährige Vorsitzende der TSG hat nach jeder Veranstaltung in eingehender Manöverkritik mit seinen Mitarbeitern daran gefeilt, jedes Detail zu verbessern. Das ist durchaus gelungen. „Der zehnte City-Lauf war der beste. Es war perfekt organisiert“, sagte Zieger.
Die zehnjährige Erfolgsgeschichte des EZ-City-Laufs ist auch mit dem Namen Andreas Müller verbunden. Der Sportredakteur des Eßlinger Zeitung ist der Ideengeber der Laufveranstaltung und wird von Zieger als „Spiritus rector“ bezeichnet. „Mit Pirner und Müller haben sich zwei gesucht und gefunden“, beschreibt Bleistein die Symbiose der beiden „Macher“. Nach Ansicht des Hauptsponsors Thomas Flöss ist Müller der „Mann mit den 1000 Ideen“, der maßgeblich für die „phantastische Entwicklung“ des EZ-City-Laufs verantwortlich ist.
Eine intensive Beziehung zum EZ-City-Lauf hat zweifelsohne der OB, der an allen zehn Läufen aktiv teilnahm. „Die rote Linie, die den Streckenlauf markiert, hat sich bei mir wie ein Mantra eingerbrannt“, scherzte Zieger.
Christine Bechtle-Kobarg, die Verlegerin der Eßlinger Zeitung, wies darauf hin, dass „der EZ-City-Lauf nur funktionieren kann, wenn fünf Partner vertrauensvoll zusammenarbeiten: Ein Verein, die TSG Esslingen, eine Zeitung, die für die Öffentlichkeit sorgt, Sponsoren, die das notwendige Geld beitragen, eine Stadt, die alle bürokratischen Hindernisse wegräumt und das Rote Kreuz, dass sich um die Läufer kümmert“. Die EZ-Verlegerin findet es „faszinierend, dass viele ihren Lauf mit sozialem Engagement verbinden wie ,Running for kids ' oder ,Caritas laufend engagiert ' “.
Nicht nur Chistine Bechtle-Kobarg freut sich auf die elfte Auflage des EZ-City-Laufs. Das tut auch Werner Pirner. Allerdings aus einem anderen - entspannteren - Blickwinkel.



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