„Eberspächer ist ein Schätzchen“
ESSLINGEN: Renate Künast und Winfried Kretschmann wollen etwas Positives sehen und werden nicht enttäuscht
Man wolle mal etwas Positives se-hen, sagte Künast und wurde in ihren Erwartungen offensichtlich nicht enttäuscht. Dem Autozulieferer („die Zulieferer sind manchmal wichtiger als die Autodesigner“) bescheinigt sie ein hohes Innovationspotenzial, gerade auch wenn es darum gehe, umweltfreundliche Technologien zu entwickeln. Ihre Erfahrung, wonach der Mittelstand Motor von Innovationen sei, sieht Künast nach ihrem Besuch bei Eberspächer bestätigt. Und das gilt auch für Überlegungen innerhalb ihrer Fraktion, ein Programm für die Förderung von Forschung in mittelständischen Unternehmen aufzulegen. Künast: „Wie man bei Eberspächer sieht, würde das Sinn machen.“
Für Winfried Kretschmann ist die Werterhaltung des Unternehmens Eberspächer beeindruckend, das sich bereits in fünfter Generation in Familienbesitz befindet. „Man hat es hier nicht mit einer anonymen AG zu tun“, sagt Kretschmann, für den Termine wie der gestrige wichtig sind, „um für die Politik zu lernen“. Dafür spricht auch die Einschätzung von Renate Künast, wonach mittelständische Unternehmen bei vielen Themen häufig weiter seien, als der Stand von Debatten im Deutschen Bundestag.
Technologisch vorn sein. Das ist für Künast nicht nur mit Blick auf die Firma Eberspächer, sondern für das ganze Land entscheidend. „Immer neuen Fragestellungen nachgehen, um die Technik zu verbessern“: Diese Philosophie ist für die Fraktionschefin gestern bei Eberspächer spürbar geworden.
Nach dem Krisenjahr 2009 mit hohen Verlusten befindet sich der Automobilzulieferer wieder auf deutlichem Wachstumskurs und hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Umsatzplus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet. Seit Jahresbeginn sind bereits 82 neue Mitarbeiter bei Eberspächer eingestellt worden.



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