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Junge Künstler grüßen die Welt

ESSLINGEN: Postkartenaktion trägt die Idee der Kinder-Biennale in die Partnerstädte - Ausstellung im Sommer

  Die Kinder-Biennale-Initiatorinnen Nicole Kreja und Margit Bäurle freuen sich über die ersten Postkartengrüße.Foto: Bulgrin
 

Die Kinder-Biennale-Initiatorinnen Nicole Kreja und Margit Bäurle freuen sich über die ersten Postkartengrüße. Foto: Bulgrin

 
Seit fünf Monaten läuft die erste Esslinger Kinder-Biennale, und die Idee zieht immer weitere Kreise: Viele hundert Kinder ließen seither in Workshops und Kursen ihrer Kreativität freien Lauf - nun hat die ungewöhnliche Idee die Partnerstädte erreicht: Dort sind phantasiebegabte Kinder eingeladen, künstlerisch gestaltete Postkartengrüße ihrer Esslinger Altersgenossen zu erwidern.

Von Alexander Maier

Zehn Monate lang sind Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren eingeladen, unter dem Biennale-Motto „Meine bunte Heimat - Auch Du bist Esslingen“ in unterschiedlichsten Workshops aus den Bereichen Musik, Kunst, Schreiben, Tanz, Schauspiel und Film kreativ tätig zu werden. Und die Initiatorinnen Margit Bäurle und Nicole Kreja sowie Nina Kraus von der Esslinger Volkshochschule fanden im Handumdrehen breite Unterstützung bei Schulen, Kultureinrichtungen, dem BAZ, der EZ und vielen anderen.

Kreativität kennt keine Grenzen

Anfang des Jahres war Margit Bäurle in Vienne bei einem Treffen von Mitarbeitern aus der Jugendarbeit der Esslinger Partnerstädte zu Gast. Und die Resonanz war enorm, als sie dort das Konzept der Kinder-Biennale vorstellte: „Der Gedanke, ganz unterschiedliche Angebote zu bündeln und Kindern damit die Möglichkeit zu geben, sich gemeinsam mit anderen für eine buntere und phantasievollere Stadt einzusetzen, wurde mit großem Interesse aufgenommen.“ Und natürlich wurde gemeinsam überlegt, wie die Bien- nale quer durch Europa Brücken schlagen könnte. So entstand die Idee, Kinder aus Udine, Vienne, Molodetschno, Sheboygan und den anderen Partnerstädten einzuladen, künstlerisch gestaltete Postkartengrüße nach Esslingen zu schicken. Die adressierten Blankokarten wurden mittlerweile über die städtische Partnerschaftsexpertin Jutta Fahrion verschickt - bis Ende Mai haben die Kinder Zeit, eine Grußbotschaft aus ihren Heimatstädten ins Neckartal zu senden. „Für die Kinder ist es toll, wenn sie wissen, dass ihre Zeichnungen und Gemälde mit der Post durch halb Europa reisen und in Esslingen von anderen Kindern erwartet werden. So wird der europäische Gedanke plötzlich ganz lebendig“, weiß Margit Bäurle, die in ihren Malkursen an der VHS ihrerseits kleine Kunstwerke für Kinder in den Partnerstädten gestalten ließ. Und Nicole Kreja, die auch einen Kinderladen in Berlin-Spandau zum Mitmachen gewinnen konnte, hat beobachtet: „Für die Jungs und Mäd chen ist es etwas ganz Besonderes, zu wissen, dass ihre künstlerische Leistung Wirkung zeigt und auch anderswo wahrgenommen wird.“ Denn die eingeschickten Kinder-Kunstpostkarten aus den Partnerstädten sollen im Sommer in Esslingen ausgestellt werden.

 

Artikel vom 11.03.2010 © Eßlinger Zeitung

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