Musikalischer Brückenschlag rund um die Burg
ESSLINGEN: Stadtkapelle Esslingen und Musikverein Wäldenbronn im Neckar Forum
Unter dem Motto „Konzert rund um die Esslinger Burg“ gestalteten der Musikverein Wäldenbronn und die Esslinger Stadtkapelle im gut gefüllten Neckar Forum ein abwechslungsreiches und abendfüllendes Gemeinschaftskonzert.Den ersten Teil des Konzerts übernahm der Musikverein Wäldenbronn, der mit dem „Corona - Konzertmarsch“ des niederländischen Komponisten Wim Laseroms den Auftakt des musikalischen Reigens markierte. Das schmissige Stück, das mit Trompeten-Fanfaren begann, wurde dynamisch abwechslungsreich vorgetragen. Frank Münzenmayer, der Dirigent des Vereins, hatte mit „Imagasy - Tone Picture for Concert Band“ des erst 18-jährigen Komponisten Thiemo Kraas ein nicht eben leichtes Stück als zweiten Programmpunkt gewählt. Das anspruchsvolle Werk, das vom Stammorchester solide gespielt wurde, überraschte mit seinem Wechsel zwischen nahezu sphärischen Klängen und wuchtigen Passagen, wobei vor allem der Rhythmus-Gruppe viel abverlangt wurde.
Ein Brummbär mit Charme
Eine solistische Polka für Fagott stand als nächstes auf dem Programm. „Unser Brummbär“ von Franz Watz wurde von der Fagottistin Silke Eberspächer mit viel Charme vorgetragen. Ein Potpourri aus Songs der schwedischen Popgruppe Abba sowie das weltbekannte „Music“ von John Miles beendeten neben einer Zugabe den ersten Programmteil.
Symphonische Blasmusik fand sich dann im zweiten Teil des Abends auf den Notenständern. Die Esslinger Stadtkapelle unter der Leitung von Michael Unger eröffnete ihren Part mit „Another Opening“ von Fritz Neuböck. Auf ungewollte Weise zeigte sich nun der Vorteil dieses Gemeinschaftskonzerts. Während der Umbauspause hatte sich der Percussionist der Stadtkapelle, Jürgen Wohlfahrt, den Fuß verstaucht und ohne Zögern sprang Manuela Buck von den Wäldenbronnern für ihn ein. Kein leichtes Unterfangen, wenn man sich die anspruchsvollen Werke der Stadtkapelle vor Augen hält, aber die junge Musikerin meisterte diese Herausforderung mit Bravour. Ein zweiter Musiker, der namentlich nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der erst 18-jährige Solist des „Concerto für Posaune und Blasorchester“ von Nikolai Rimsky-Korsakow. Florian Schneider wirkte überraschend versiert an seinem Instrument. Hier zeigte sich ein Musiker, von dem in Zukunft sicher noch zu hören sein wird.
Mit „Man in the ice“ hatte der Österreicher Otto M. Schwarz eine Hommage an Ötzi komponiert. Mysteriös und rhythmisch abwechslungsreich kam das Stück daher. Das nuancenreich agierende Stadtorchester intonierte noch „Lord Tullamore“ von Carl Wittrock sowie eine Zugabe, bevor dann zum Abschluss beide Orchester gemeinsam die Stücke „Symphonic Rock“ und den bekannten „Florentiner Marsch“ vortrugen.



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