Mitspielen ist Ehrensache
ESSLINGEN: Fünf Bands geben Benefizkonzert im Jugendhaus Komma - Einnahmen fließen in die Jugendförderung
Fünf Bands rockten am Samstag im Esslinger Jugendhaus Komma - und das für einen guten Zweck. Die Einnahmen des Benefizfestivals „Rock for one World“ gehen an die Einrichtung auf der Maille. Zwar fiel die Hauptband Primal Fear krankheitsbedingt aus, mit „Sinner“ hatten die Veranstalter aber einen vollwertigen Ersatz gefunden. Nur wenige drehten am Eingang zum Komma wieder ab, als sie sahen, dass die Hauptband des Abends ausfiel. Eine Stimmbandentzündung hatte den Sänger außer Gefecht gesetzt. „Der hat absolutes Sprechverbot“, erklärte Organisator Klaus Wagner: „Primal Fear ohne Sänger geht aber nicht.“ Die Lösung lag allerdings nahe: Die Band Sinner, in der auch Mitglieder von „Primal Fear“ spielen, sprang ein. So gab es am Samstag eine ordentliche Portion Heavy Metal auf die Ohren der zahlreichen Besucher. Nach „Stereopilot“, „Sacred Steel“, „The New Black“ und „The Order“ ließen es auch „Sinner“ krachen.
Teure Technik
Die Einnahmen des Benefizfestivals werden für einen guten Zweck gespendet. Entstanden ist die Idee 2005, um den Opfern des Tsunamis in Thailand zu helfen. „Aber auch in Deutschland braucht man Unterstützung, deshalb wollen wir unsere Spenden hier einsetzen“, betont Klaus Wagner. „Wenn es geht, sogar in Esslingen.“ Deshalb geht das Geld diesmal an die Jugendförderung im Komma. „Wir können das Geld gut brauchen, weil das technische Equipment sehr teuer und gleichzeitig eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit hier ist“, sagte Jörg Freitag, der sich im Komma um die Kulturarbeit kümmert. Denn das werde häufig für die zahlreichen eigenen Angebote, von Bands und für Veranstaltungen genutzt. „Schließlich wollen wir, dass die Esslinger bei uns ihre kreativen Ideen umsetzen können“, ergänzte Freitag.
Spontane Zusage
Für die Bands ist es keine Frage, bei dem Festival auf ihre Gagen zu verzichten. „The Order“ sind extra aus der Schweiz angereist. „Uns geht es hier vor allem um den Spaß“, betonte Sänger Gianni Pontillo. „Ich finde die Idee gut, wir wollen so etwas auch für Haiti machen. Außersind die Location und die Atmosphäre einfach super.“ Die Band war wie „Sinner“ zum zweiten Mal mit dabei. „Wir haben Freitagmittag ganz spontan zugesagt“, erklärt Frontmann Mat Sinner. „Eigentlich haben wir seit August nicht mehr zusammen gespielt. Aber hier mitzumachen ist schließlich Ehrensache.“
Mitgemacht bei einer Versteigerung mit Stanislaw Szczepaniak als Auktionator hat Matthias Fehrenbach aus Heilbronn. Für eine Gitarre mit den Unterschriften vieler bekannter Bands bot er immerhin 290 Euro. Mit nach Hause nehmern darf der 25-Jährige das Instrument jedoch noch nicht. Die Auktion geht auf ebay weiter, der Erlös wird ebenfalls gespendet.



