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In der Schwebe

ESSLINGEN: Wulf Dorn stellt Psychothriller „Trigger“ vor

  Falsche Fährten und Sackgassen gibt es, wenn Wulf Dorn liest.Foto: Wanke
 

Falsche Fährten und Sackgassen gibt es, wenn Wulf Dorn liest. Foto: Wanke

 

Von Gaby Weiß

Mit seinem Debütroman, dem Psychothriller „Trigger“, begeistert Wulf Dorn nicht nur seine Leserinnen und Leser, sondern auch arrivierte Kollegen. So lobt Bestsellerautor Sebastian Fitzek: „Wulf Dorn weiß, wie man den Leser an die schweißnasse Hand nimmt und ihn zu den Abgründen der menschlichen Seele entführt.“ Erfolgsschriftsteller Thomas Thiemeyer schwärmt: „Als ob David Lynch einen Roman von Stephen King verfilmt hätte.“ Morgen können sich die Esslinger Krimifans einen Eindruck von „Trigger“ machen, wenn Wulf Dorn in der Buchhandlung Provinzbuch liest. In der Psychologie bezeichnet man mit „Trigger“ einen Schlüsselreiz für Reaktionen, Assoziationen oder Verhaltensweisen. So hat jede Entscheidung und Handlung - ganz gleich, ob bewusst oder unbewusst - ihren Auslöser. Manchmal lässt so ein Auslöser auch die Wahrnehmung der alltäglichen Welt aus dem Ruder laufen. In so eine Situation bringt Dorn seine Protagonistin Ellen Roth. Sie ist Psychiaterin in einer Nervenklinik und übernimmt von ihrem Freund, der im Urlaub ist, einen „Bif“, einen „besonders interessanten Fall“. Eine mysteriöse Patientin, die von einem Unbekannten brutal misshandelt wurde, und die warnt, dieser schwarze Mann werde kommen und auch Ellen holen. Am nächsten Morgen ist die schwer traumatisierte Frau verschwunden. Dafür nimmt ein Unbekannter Kontakt zu Ellen auf und stellt ihr ein Ultimatum: Wenn sie nicht innerhalb von zwei Tagen seine Identität herausgefunden hat, stirbt nicht nur die Misshandelte, sondern auch Ellen. Im Wettlauf mit der Zeit macht die Psychiaterin sich auf die Suche und muss erkennen, dass sie in einer beklemmenden Situation steckt, denn bald weiß sie nicht mehr, ob sie es mit Tatsachen aus der Realität oder mit Trugbildern ihrer Einbildung zu tun hat. Aber eines weiß sie gewiss: Sie darf niemandem mehr trauen, denn der Unbekannte weiß Dinge, die nur jemand wissen kann, der aus Ellens nächstem Umfeld stammt. „,Trigger‘ ist eine Geschichte über Angst, Gewalt, Paranoia und Wahnsinn, aber es ist auch eine Liebesgeschichte“, sagt Wulf Dorn. Seit seinem zwölften Lebensjahr schreibt er, anfangs phantastische Geschichten, später im Horrorgenre, mittlerweile hat er den Psychothriller für sich entdeckt. Nach „Trigger“ wird in diesem Jahr ein zweiter erscheinen, am dritten schreibt Wulf Dorn gerade. Der bei Ulm lebende Autor erzählt mit filmischen Mitteln und zeichnet plastische Bilder. Immer wieder legt er falsche Fährten, lockt in Sackgassen, führt den Leser gekonnt an der Nase herum und hält die Geschichte bis zum Schluss in der Schwebe. „Trigger“ ist ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, für das man ein stabiles Nervenkostüm braucht. Wulf Dorn liest morgen um 20 Uhr im Buchladen Provinzbuch, Küferstraße 26, aus dem Buch „Trigger“. Um Anmeldung unter Tel. 0711 / 35 27 38 wird gebeten.

 

Artikel vom 25.02.2010 © Eßlinger Zeitung

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