Von Akkordeon bis Pop-Gesang

ESSLINGEN: Junge Künstler der Musikschule präsentieren sich bei der Kreissparkasse

Von Markus Dippold

Nachwuchsförderung und Talentsuche sind die ureigensten Aufgaben der Musikschulen. Das Jahr zum 60-jährigen Bestehen hat die Esslinger Musikschule nun mit einem Konzert junger Talente eröffnet. „Jugend musiziert“ ist ein wichtiger Meilenstein für viele Musikschüler. Alljährlich findet der Wettbewerb statt, der ein Kräftemessen der besonderen Art ist. Schon die kleinsten Streicher, Bläser oder Pianisten bereiten sich akribisch auf dieses Ereignis vor. Und dazu gehören auch Konzerte im zeitlichen Umfeld, um das Wettbewerbsprogramm schon einmal vor größerem Publikum präsentieren zu können. So stand das Konzert „Junge Interpreten“ am Donnerstagabend im Konzertsaal der Esslinger Kreissparkasse ganz im Zeichen dieses Wettbewerbs. Die Leistungen der Instrumentalschüler fielen unterschiedlich aus, abhängig von Altersklasse, Talent und manchmal auch Instrumentenwahl. Beim Akkordeon muss man sich um die Tonqualität nicht allzu viele Gedanken machen und so waren die kurzweiligen Stücke von Leopold Mozart und Daniel Gottlob Türk, die von Julian Hinsenkamp und Lucas Pacholet präsentiert wurden, hübsch anzuhören, was auch für Frédéric Chopins Walzer a-Moll galt. Die junge Pianistin Helen Dörr überzeugte dabei mit prägnantem Anschlag und klarer Tongebung und traf den typischen Walzer-Rhythmus mit der eleganten Melodie der rechten Hand recht gut. Eher feine und auch melancholische Töne steuerte der Gitarrist Moritz Lang mit Leo Brouwers „Un Dia de Noviembre“ bei: Da waren die Zuhörer gefordert, um die Feinheiten der Musik zu erfassen.Beim Streichernachwuchs fällt das Ergebnis oft unterschiedlich aus, weil sich viele damit schwer tun, die Töne sauber zu treffen. Am weitesten war hier der Cellist Jacob Maximov, der bei Bernhard Rombergs „Andante“ mit schönem Ton und fein gestufter Dynamik aufhorchen ließ und sich als Talent entpuppte, ebenso wie die Pianistin Anastasja Rasschiwina. Sie wählte für Mozarts Fantasie d-Moll einen klaren Tonfall, arbeitete geschickt mit Tempowechseln und zeigte auch bei den zahlreichen Arpeggien und schnelleren Figurationen Sicherheit. Vorwiegend romantische Töne der meist etwas älteren Schüler gab es in der zweiten Programmhälfte zu hören. Die Oboistin Rahel Sohn gefiel mit dem Andantino aus Camille Saint-Saens ' Sonate op. 119 und die Klarinettistin Leonie Ziener traf bei Niels Wilhelm Gades Phantasiestücken op. 43 den dunkel-romantischen Ton dieser Stücke gut. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Kathrin Haberkern (Querflöte) und Inga Hengst (Klavier).

 

Wir informieren Sie, sobald es zu diesem Thema Neues gibt!

Informieren| Einloggen| Registrieren

Ungewöhnlich in diesem Spektrum war der letzte Programmpunkt des Abends. Die Sängerin Marlene Schittenhelm war für eher poppige Töne zuständig. Diese moderneren Klänge bei „Jugend musiziert“ sind neuerdings auch zugelassen. Und so endete der Abend mit „Unfaithful“ von Rihanna.

Artikel vom 13.02.2010 © Eßlinger Zeitung

Artikel drucken | Artikel als Email verschicken | Themenalarm

Leser-Kommentare (0)

-› Artikel kommentieren


WasWannWo?

Alle  Veranstaltungen auf einen Blick!

 

Zu den Terminen

 

Was läuft im Kino?

 

Zum Kinoprogramm

 

Kino

Brandaktuelle Filme bei der ez-online Kino-Show

 
 
 
 

Trailershow

 

Kartenservice

Comedy, Klassik oder Theater - hier gibt es Karten!

 

Karten bestellen

 

Im EZ-Haus:
Esslingen, am Marktplatz 6
MO-FR 9-17.30 Uhr
SA 9-13 Uhr
Tel. 0711/93 10-230

Starclip

 

Zu den Videos

 
 zum Seitenanfang