Liebe Leserinnen, liebe Leser
in diesen Tagen erschüttern uns immer wieder die Bilder aus Haiti. Das Schicksal der Opfer, welche die Erdbeben- Katastrophe zumindest überlebt haben, ist ungewiss. In solchen Zeiten größter Not stehen die internationale Völkergemeinschaft, aber auch viele Menschen zusammen und helfen – in großer Selbstverständlichkeit. Hilfe im großen, aber auch im kleineren Rahmen macht deutlich, dass Werte wie Solidarität und Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Mitmenschen nach wie vor einen hohen Stellenwert haben. Das ist gerade jetzt ein gutes Signal, da wir unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise über die wirklich wichtigen Werte in unserer Gesellschaft diskutieren. Das Ergebnis der Weihnachtsspendenaktion 2009/2010, die wir heute beschließen, ist ein deutlicher Beleg dafür, dass Eigennutz und Selbstsucht bei weitem keine allgemeingültigen Merkmale unseres Lebens sind. Mehr als 200 000 Euro haben Sie, unsere Leserinnen und Leser, Vereine, Firmen, Gruppen und Schüler gespendet. Das ist ein großartiges Zeichen für Menschen aus unserer Nachbarschaft, die nicht auf der Sonnenseite leben, und natürlich auch für gemeinnützige Einrichtungen, die einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt unseres sozialen Gefüges leisten. Und wenn man bedenkt, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise an uns allen nicht spurlos vorüber geht und das Geld nicht mehr so locker sitzen kann, dann ist das Spendenergebnis umso beeindruckender. Wir, die Mitstreiter des Vereins Gemeinsam helfen, der die Weihnachtsspendenaktion der Eßlinger Zeitung trägt, bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mit ihrer Spende jenseits von Krise und Wertewandeldiskussion vor allem die menschliche Seite unserer Gesellschaft ins Bewusstsein rücken. Unser Verein erfährt sehr viel Sympathie aus der Leserschaft und von solchen, denen eine Spende das Leben etwas leichter macht. Aber diese Sympathie gilt eigentlich Ihnen, weil Sie für die gute Sache stehen.
Ihre Christine Bechtle-Kobarg



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