EZ-WEIHNACHTSSPENDENAKTION
Kinder sollen nicht aus dem sozialen Netz fallen
KREIS ESSLINGEN: Hilfe für Familien geht weiter - Plochinger Kaatsch GmbH spendet 5000 Euro
Dafür ebenso ein herzliches Dankeschön wie dem unverwüstlichen Karl-Heinz Weimer. Der Mann aus der Pliensauvorstadt war als Nikolaus mit - echtem! - Rauschebart wieder wochenlang unterwegs, besuchte Familien, Geburtstags- und Weihnachtsfeste, und trommelte dabei für Spenden zugunsten der guten Sache. Unterstützt von Knecht Ruprecht, bescherte er Groß und Klein viel Freude. Dafür wurde er mit großen und kleinen Scheinen belohnt. Als Weimer jetzt Kassensturz machte - ohne Bart, denn der kommt nach der jährlichen Aktion traditionell wieder weg - purzelten aus der Sammeltasche 800 Euro in den EZ-Spendentopf.
Auch diese werden mit anderen Spenden, die hoffentlich noch eingehen werden, weiterhin vor allem an bedürftige Familien mit Kindern verteilt. Wohl ganz im Sinn der Leserinnen und Leser. Denn nach einer Umfrage der Nielsen-Marktforscher in Frankfurt spenden die Deutschen um Weihnachten herum am liebsten für die Jüngsten der Gesellschaft: Mehr als 70 Prozent der Spender wollen, dass ihr Geld armen Kindern zugutekommt.
Ein minderjähriges Quartett hat ein Esslinger Elternpaar zuhause, dessen Lebenssituation sich dramatisch geändert hat. Der Familienvater zählt zu jenen Mitarbeitern, die nach der Schließung der Firma Panasonic in Oberesslingen entlassen wurden. Der vierfache Vater versucht seither vergeblich, aus der nicht selbst verschuldeten Arbeitslosigkeit herauszukommen. Die Mutter gibt sich alle erdenkliche Mühe, mit dem knappen Budget zu wirtschaften, versucht, in der Woche mit weniger als 50 Euro fürs Essen der sechsköpfigen Familie auszukommen.
Für die Eltern kommen die Kinder immer zuerst. Ihnen ist es äußerst wichtig, dass diese eine gute Schulbildung bekommen und nicht aus dem sozialen Netz fallen. So ermöglichen sie ihren Kindern auch, dass diese in Vereinen bleiben können. Doch nun haben außerplanmäßige Ausgaben das enge Finanzkorsett gesprengt. Spenden sollen helfen, dass die Familie nicht in ein Schuldenloch stürzt, sondern dass der finanzielle Engpass rasch überwunden werden kann.
Besten Dank allen spendern
Esslingen: Wolfgang Sauer, 50 Euro. Margarete Beckert, 30 Euro. Gertrud Kindschuh.
Denkendorf: Helmut Karl Simmendinger. Ingrid Krimmel.
Ostfildern: Familie Martin und Edith Weith.
Ohne Wohnortangabe: Familie Ernst und Renate Nissen. Matthias Stumpp.
EZ-Spendenkonten
Kreissparkasse Esslingen
902 036 (BLZ 611 500 20)
Landesbank Baden-Württemberg
8 405 353 (BLZ 600 501 01)
Volksbank Esslingen
126 888 000 (BLZ 611 901 10)



Artikel kommentieren