EZ-WEIHNACHTSSPENDENAKTION
„Diese Aktion ist ein Segen“
KREIS ESSLINGEN: Begünstigte schöpfen nach einer Zuwendung wieder Hoffnung - Unterstützung Bedürftiger geht weiter
Da lacht das Herz von Helmut Leuze, dem Schatzmeister des Vereins „Gemeinsam helfen“: Über die Weihnachtsfeiertage schnellte der Spendenpegel um gut 20 000 Euro nach oben. „Das sieht doch prima aus“, sagt Leuze und freute sich am Jahresende beim Blick auf die bisherige Spendenbilanz: 176 045 Euro sind seit dem Auftakt der Aktion Mitte November zusammengekommen, die bis Ende Januar läuft.
Die Mitglieder des Vereins „Gemeinsam helfen“ sehen sich wieder einmal bestätigt. Sie wissen aus langjähriger Erfahrung - die Aktion findet in diesem Jahr bereits zum 43. Mal statt - dass traditionell um die Weihnachtszeit die Hilfsbereitschaft der Menschen steigt. Das Geld sitzt ein bisschen lockerer als sonst. Viele, denen es gut geht, die gesund und dankbar sind über ihr eigenes Lebensglück, möchten davon etwas zurückgeben an die Allgemeinheit und an jene Menschen, mit denen es das Schicksal nicht gut meint. Sei es, dass sie schwer krank geworden sind, sei es, dass sie arbeitslos wurden oder durch andere widrige Umstände von heute auf morgen nicht mehr genügend Geld zur Verfügung haben.Aber auch Menschen, die wegen der Wirtschaftskrise selbst privat den Gürtel enger schnallen müssen, denken an andere und unterstützen die Spendenaktion der Eßlinger Zeitung. Diese läuft stets über Weihnachten hinaus bis Ende Januar. Die ungebrochene Hilfsbereitschaft der Leserinnen und Leser beeindruckt die Mitglieder von „Gemeinsam helfen“ immer wieder. Sie selbst engagieren sich alle ehrenamtlich für die gute Sache, anfallende Kosten wie Portogebühren für Spendenbescheinigungen trägt die Eßlinger Zeitung. Denn wirkliche jeder Euro und jeder Cent, die auf einem der drei Spendenkonten eingehen, kommen ohne irgendwelche Abzüge bedürftigen Familien zugute. Und sozialen Einrichtungen, die im Vorfeld der Aktion ausgesucht wurden (die EZ berichtete mehrfach).„Diese Aktion ist ein Segen“, lobt zum Beispiel Ralf Brenner das große Gemeinschaftswerk. Der Geschäftsführer des Esslinger Vereins Heimstatt bedankt sich bei den Leserinnen und Lesern herzlich im Namen der vom Verein betreuten und von der Weihnachtsspendenaktion bedachten Menschen: „Es ehrt Sie sehr, gerade die armen Menschen in unserer Region zu bedenken und die Augen nicht vor der alltäglichen Mühsal in unserer Nachbarschaft zu verschließen. Dies ist umso wichtiger, da diese real immer weniger Geld zur Verfügung haben, um ihren Alltag zu meistern.“ Rücklagenbildung für überraschend notwendige Ausgaben sei fast unmöglich geworden. Brenner: „So lindert die Aktion große Not und gibt den Betroffenen wieder Hoffnung, dass sie doch nicht vergessen sind. Die von der EZ und ihren Lesern praktizierte Solidarität ist beispielgebend.“
Männer am Rand ihrer Kräfte
Solange die Spendenfreudigkeit anhält, solange wird „Gemeinsam helfen“ in Not geratenen Mitbürgern vor Ort zumindest materiell helfen. Nicht genug zum Leben hat zum Beispiel jener Mann aus Ostfildern, für den der Allgemeine Soziale Dienst der Stadt um eine Zuwendung bittet. Knapp 50 Jahre alt, alleinstehend und viele Jahre erfolgreich im Beruf, führten verschiedene Schicksalsschläge und eine Überlastung dazu, dass der Mann psychisch angeschlagen und depressiv wurde. Arbeitslos geworden, lebt er nun von Arbeitslosengeld II. Das belastet ihn ebenso wie eine Nachzahlung an Nebenkosten. Dafür hat er in seiner heutigen Situation das Geld ebenso wenig wie für dringend im Haushalt benötigte Dinge.
Er soll ebenso noch eine Unterstützung erhalten wie jener alleinerziehende Vater eines minderjährigen Sohnes. Die beiden leben ebenfalls in Ostfildern in einer kleinen Wohnung. Der Vater kümmert sich intensiv um sein Kind, der Lebensunterhalt für die kleine Familie muss von Arbeitslosengeld II bestritten werden. Vom knappen Budget lässt sich nichts abzweigen, doch der Vater will seinem Sohn unbedingt eine Lernecke mit Schreibtisch und Stuhl einrichten. Auch fehlt Geld für warme Kinderkleidung.
Eine nachweihnachtliche Freude wird es für zwei Kinder geben, die in ihrer Familie ständig mit Krankheit konfrontiert sind und für die das Job-Center Esslingen dringend um Unterstützung bittet. Eines der Kinder leidet an einer chronischen Krankheit, muss regelmäßig in eine Klinik. Dazu kommt, dass die Mutter seit Jahren dauerhaft im Rollstuhl sitzt. Der Vater, der sich seit Jahren aufopferungsvoll um Frau und Tochter kümmert, ist mittlerweile am Ende seiner Kräfte, Zeit für sich findet er nicht. Und er hat ständig Geldsorgen, denn die Krankheiten und die damit verbundenen Kosten belasten das knappe Familienbudget enorm. Alltägliche Unternehmungen wie Ausflüge mit den Kindern, um diesen ein Stück weit Normalität zu bieten, sind ausgeschlossen. Spenden werden dafür sorgen, dass die Familie demnächst einen kleinen Silberstreif finanzieller Art am Horizont sieht.
EZ-Spendenkonten
Kreissparkasse Esslingen
902 036 (BLZ 611 500 20)
Landesbank Baden-Württemberg
8 405 353 (BLZ 600 501 01)
Volksbank Esslingen
126 888 000 (BLZ 611 901 10)
ein herzliches dankeschön allen spenderinnen und spendern
Esslingen: Firma Günter und Thomas Heubach GbR, 200 Euro. Helmuth Bohnenstengel, 150 Euro. Siegfried Wörner, Klaus Baumgartner, je 100 Euro. Hans-Georg Schmidt, Familie Josef und Paula Bayer, je 50 Euro. Wolfgang Müller, 15 Euro. Wilhelm Hipp. Annelore Burkhardt. Ute Sanner. Familie Jürgen und Gisela Detloff. Heinrich Link. Cornelia Göhring. Traute Weber. Ursula Moser. Martha Kratschmann. Margareta Wiedemann. Andreas König. Anton Kopp. Rudi Popik. Armin Ralf Theilinger. Irmgard Müller. Familie Gerhard und Helga Renner. Peter Herdtle. Wilfried Mascha. Walter Bengel. Gerolf Marbach.
Aichwald: Johann Schock, 100 Euro. Wolfgang Sperber.
Altbach: bach: Familie Rook, 50 Euro. Gerhard Pfisterer.
Baltmannsweiler: Lothar Musch. Markus Hörlein.
Denkendorf: Werner Laier.
Hochdorf: Familie Heinz und Helga Schultz. Werner Albrecht.
Lichtenwald: Lucia-Maria Herrmann, 250 Euro.
Ostfildern: Günter Wörz, 150 Euro. Heinz Hermann. Familie Gerhard und Elsbeth Braun. Edith Balzer. Theodor und Christel Illi.
Plochingen: Familie Otmar und Ruth Ruck, 100 Euro. Hans-Karl Merkle. Birgit Möller.
Wendlingen: Hans Fay.
Wernau: Swetlana Wacker. Harald Hanke.
Ohne Wohnortangabe: Familie Dieter und Dagmar Baumann, 200 Euro. Werner Schäfer. Heinz Wörner. Ernst Kronawitter. Bettina Wisst.



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