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Lichterkette zieht über den Höhenweg

ESSLINGEN: 21. Silvester-Fackellauf bringt Spaß und Spenden - Regnerisches Wetter führt zu geringerer Teilnehmerzahl

  Große und kleine Feuerfans feiern einen stimmungsvollen Jahresausklang auf dem Esslinger Höhenweg.Foto: Bulgrin
 

Große und kleine Feuerfans feiern einen stimmungsvollen Jahresausklang auf dem Esslinger Höhenweg. Foto: Bulgrin

 

Für viele Esslinger gehört der Fackellauf zu Silvester wie Sekt und Feuerwerk. Auch am Donnerstag schlängelte sich die Prozession wieder unter einem hell leuchtenden Vollmond über den Esslinger Höhenweg. Obwohl diesmal rund ein Viertel weniger Besucher kamen als im Vorjahr und die Kasse für den guten Zweck deshalb nicht ganz so laut klingelte, waren die Organisatoren mit dem Verlauf der Veranstaltung grundsätzlich zufrieden.

Von Klaudia Stürmer

An den Schwedenfeuern, entlang der Würstchenbuden und Glühweinstände am Rande der Römerstraße wartet die Menschenmasse mit Fackeln in der Hand. Kinder fuchteln aufgeregt mit ihren Flammenschwertern und Hunde ziehen nervös an den Leinen. Für viele ist der Lichterlauf auf dem Schurwaldrücken ein guter Anlass, kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal frische Luft zu schnappen, Bekannte und Freunde zu treffen und gemeinsam den Lichterzauber mit Weitblick über das Neckartal zu genießen. Seit 21 Jahren erleuchten Menschen an Silvester dieses Teilstück des schwäbischen Jakobsweges.„Es läuft nicht immer alles gut und so, wie wir es uns wünschen. Wir sollten uns im kommenden Jahr gegenseitig unterstützen.“ Mit diesem Appell wünscht Oberbürgermeister Jürgen Zieger den anwesenden Lichterfans ein gutes Jahr 2010 und eröffnet gleichzeitig den 21. Esslinger Fackellauf zugunsten der EZ-Weihnachtsspendenaktion. Die meisten Besucher drängen sich während der Rede direkt am Feuer, das in diesem Jahr wegen des nassen Holzes nicht ganz so groß ist wie im vergangenen. Wärme gibt es aber immer noch genug und zum Verbrennen der Wunschtaler reicht es allemal. Körbeweise verteilen die Veranstalter die kleinen Holzmünzen. Sie sollen den Menschen Glück und Gesundheit im kommenden Jahr bescheren.

Pfützen und Matsch

Traditionell haben sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Grübel und Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler (SPD) zum Geschenke verteilen auf dem Höhenweg postiert. „Du bekommst keins, das ist nur für die Kinder“, wehrt Wolfgang Drexler den Versuch eines erwachsenen Besuchers ab, ein kleines Geschenk zu bekommen. „Die Großen bekommen im neuen Jahr schließlich die Steuerreform“, setzt der Landespolitiker süffisant nach. Die Kinder werden dagegen reich beschenkt: Gleich mehrfach machen sich die jungen Besucher auf den Weg, um Schokolade und Plätzchen abzustauben. Hatten die zahlreichen kleinen Gäste im vergangenen Jahr die Geschenkkisten allzu zeitig geleert, so sind in diesem Jahr teilweise doppelte Rationen drin.

Dass die Besucherzahl diesmal nicht ganz so hoch ist, trübt die Stimmung der Organisatoren ein wenig: „Das Wetter hat wohl manchen abgehalten zu kommen“, vermutet Karin Pflüger, Organisatorin des Fackellaufs. Der Regen hatte den Boden am Segelflugplatz aufgeweicht. Der Parkplatz, auf dem die Glühwein- und Würstchenbuden standen, ist mit tiefen Pfützen durchzogen und matschig. Die Kinder stört das kaum, doch so mancher Erwachsene bekommt nasse Füße, und so findet der Fackellauf 2009 ein frühes Ende. Pflüger will sich für das nächste Jahr bei der Stadt um Schotter für den Parkplatz bemühen. Damit wäre dann zumindest der Matsch kein Hindernis mehr.

 

Artikel vom 02.01.2010 © Eßlinger Zeitung

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