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ESSLINGEN: Die TSG Esslingen -verlässlicher Partner nicht nur für den Zollberg
Der heutige offizielle Vereinsname klingt ziemlich sperrig: Doch deutet die „Turn- und Sportgemeinschaft Waldheim Esslingen am Neckar e.V.“ bereits darauf hin, dass die TSG Esslingen auf eine der interessantesten Vereinsgeschichten der Stadt zurückblicken kann. Nach wie vor präsentiert sich die 1200 Mitglieder starke Gemeinschaft als Mehrspartenverein, in dem die Abteilung Turnen und Leichtathletik zwar die meisten Mitglieder zählt, aber der Handball dominiert.
Gemeinsam mit den anderen Traditionsvereinen TSV Berkheim und Turnerschaft Esslingen bildet die TSG die Handball-Spielgemeinschaft Team Esslingen. Neben den anderen großen und kleinen Ballsportarten haben aber auch Turner und Leichtathleten, Tennis- oder Karate-, Showtanz- und Schachfreunde auf dem Zollberg eine Heimat. Vom Spielmannszug ganz zu schweigen, aus dessen Reihen sich immer die führenden Köpfe des Vereins rekrutiert haben. Ob sie nun Otto Schönhaar, Werner Pirner oder Gerald Lietzenmayer - wie der amtierende Vorsitzende - heißen.Die TSG hat ihre Wurzeln im Arbeiterturnverein (ATV) Esslingen, der 1898 gegründet wurde und 1908 das Gelände auf dem Eisberg erworben hatte. Bis heute sind die gesamten vier Hektar im Besitz der TSG - inklusive dem Waldheim mit seiner wechselvollen Geschichte. Seit 1956 heißt der Verein Turn- und Sportgemeinschaft Esslingen, 1980 fusionierten die TSG und der Waldheimverein. Doch auch auf dem Zollberg haben sich die Zeiten verändert. Das Stadion hat man 1975 aus wirtschaftlichen Gründen an die Stadt verpachtet. Und die Pflege des großen Vereinsgeländes stellt das Ehrenamt schon vor gewaltige Herausforderungen. Jede Woche machen sich 22 Senioren unter der Regie von Werner Pirner, der selbst 14 Jahre lang an der Spitze des Vereins stand, an die Arbeit. Die Tennisplätze, auf deren Einrichtung man so stolz war, sind lange nicht mehr so nachgefragt wie zu den Glanzzeiten eines Boris Becker oder einer Steffi Graf. Zudem bekommt auch die TSG Esslingen den schulischen Druck zu spüren, der auf dem Nachwuchs lastet.
Die Bürde der Verantwortung
Es werde immer schwieriger, die älteren unter den Jüngeren auch als Übungsleiter für die nächste Generation an den Verein zu binden, berichtet Pirner. Es ließen sich kaum noch Menschen finden, die Verantwortung übernehmen wollten. „Die Vereine müssen jedenfalls weg von der Alleinverantwortung. Sie müssen sich umstellen. Mit den traditionellen Abteilungen ist nichts mehr zu gewinnen. Die Zukunftssparten liegen in den Nischensportarten wie Karate oder Showtanz.“
Dennoch hat der Verein mit seinen Aushängeschildern, zu denen neben den Handballern im Team Esslingen die Geher-Familie Knäringer mitsamt ihrer Tochter Barbara Primas zählt, ein starkes Potenzial im Rücken. Auch das Miteinander im wunderschön gelegenen Vereinsareal mit Waldbühne, eigener Sauna und Waldheim spricht viele an. Die Seniorenarbeit, die Otto Schönhaar ins Leben gerufen hat, blüht und gedeiht. Pirner: „Jeden Monat wird etwas unternommen.“
Und natürlich sind die Vereinssportler vom Zollberg seit Gründung des Eßlinger Zeitung Laufs zuverlässige Partner für die EZ und die Stadt Esslingen. Pirner war der Mann der ersten Stunde, der sich als damaliger Vorsitzender mit seinem Verein bereit erklärte, die Manpower für das Mammutevent zu stemmen. Heute hat er sich in die zweite Reihe zurückgezogen und teilt das TSG-Personal für den Stadtlauf ein - und hofft darauf, dass sich irgendwann auch dafür ein Nachfolger aus den Vereinsreihen finden möge.




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