Hilfe für den Gänsesäger
KREIS ESSLINGEN: Nisthilfen an Fils und Neckar für den bedrohten Vogel
(red) - Mit seinem großen Kopf, dem langen, gezähnten Hakenschnabel und einer ausgeprägten Fähigkeit, elegant zu tauchen, ist der Gänsesäger ein eindrucksvoller Wasservogel. In Baden-Württemberg war der gänsegroße Entenvogel jahrelang ausgestorben. Inzwischen breitet er sich langsam wieder aus und brütet in wenigen Paaren an verschiedenen Flüssen - auch an der Fils und am Neckar. Waren es zuvor meist Wintergäste aus dem Norden, halten sich seit einigen Jahren einige Vögel auch während der Brutzeit hier auf, berichtet der Naturschutzbund (Nabu). Gänsesäger sind Höhlenbrüter und wählen als Brutplatz gewässernahe Baum- oder Felshöhlen.
An der Fils und am Neckar finden die Vögel aber offenbar keine geeigneten Brutmöglichkeiten. Um den Gänsesäger zu fördern, brachten Mitglieder der Nabu-Gruppe Plochingen-Reichenbach an geeigneten Stellen am Unterlauf der Fils spezielle Nisthilfen an. Unterstützt wurde der Nabu vom Landratsamt Esslingen. Der Unteren Naturschutzbehörde liegt sehr daran, dass die nach wie vor vom Aussterben bedrohten Gänsesäger Brutmöglichkeiten bekommen. So wurden fünf Nistkästen mit staatlichen Mitteln finanziert.



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