Suche nach neuem Schulleiter
WOLFSCHLUGEN: Gemeinderat gegen Bewerber Andreas Wittel - Corinne Henzler leitet Schule kommissarisch
(eli) - Die ehemalige Grund- und Hauptschule Wolfschlugen startet im Herbst als reine Grundschule. Die Hauptschüler besuchen dann die Werkrealschule in Neuhausen. Vor der Sommerpause stellte sich Andreas Wittel, der 18 Monate lang als kommissarischer Schulleiter tätig war, dem Gemeinderat vor. Die Ratsmitglieder sprachen sich gegen ihn aus. Nun wird die Stelle im Herbst neu ausgeschrieben.
„Sein Auftreten hat uns nicht überzeugt“, begründet Gemeinderat Karl Münzinger (Freie Bürgerliste) das Votum des Gemeinderats gegen den Bewerber betont kurz. Man habe sich mehr von dem Pädagogen versprochen. Außerdem suche man nach einem neuen Schulleiter, dessen Schwerpunkt auf der Grundschule liegt. Die Schulkonferenz, die aus Lehrern und aus Elternbeiräten besteht, hatte sich im Vorfeld für Wittel ausgesprochen.
Das Kultusministerium wäre zwar berechtigt, die Stelle auch gegen das Votum der Gemeinderäte zu besetzen, aber nach den negativen Reaktionen zog Wittel seine Bewerbung zurück. Er ließ sich auf eigenen Wunsch an eine andere Schule versetzen. Nun leitet die neue Konrektorin Corinne Wittel die Schule bis auf weiteres. „Die neue Stelle wird im Herbst ausgeschrieben“, sagt Bürgermeister Matthias Ruckh. Dann werde man einen geeigneten Bewerber auswählen, der das Grundschulprofil schärfen könne.
Stelle wird nicht vor Januar besetzt
Obwohl Ruckh den Wegfall der Hauptschule bedauert, sieht er eine Chance darin, eine Grundschule mit deutlich erweitertem pädagogischem Angebot aufzubauen.
Ruckh geht davon aus, dass die Stelle frühestens im Laufe des 2. Schulhalbjahres besetzt werden kann. „Die Zeit ohne Rektor werden wir gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt so gut wie möglich überbrücken“, versichert der Verwaltungschef. Der Schulrat Jürgen Henzler werde die Schule eng begleiten und ihr bei wesentlichen Entscheidungen zur Seite stehen. Die Lehrerwochenstunden, die durch die Versetzung Andreas Kittels frei geworden sind, wurden der Schule nach Ruckhs Informationen „in vollem Umfang zugewiesen“. Unterrichtsausfälle oder Engpässe im laufenden Schulbetrieb werde es nicht geben.



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