Bürger lassen sich hohes Gefühl von Sicherheit etwas kosten
BALTMANNSWEILER: Mehr als 24 000 Euro für neues Einsatzfahrzeug der DRK-Gruppe Helfer vor Ort gespendet
Helfer vor Ort nennt sich eine Einsatzgruppe des Roten Kreuzes, deren Schnelligkeit schon manches Leben gerettet hat. 1077 Mal sind 16 ehrenamtliche Helfer seit Oktober 2002 in Baltmannsweiler und Lichtenwald ausgerückt, um Menschen in Not vor dem Eintreffen des Rettungsfahrzeuges zu versorgen. Dass sie den Bewohnern der Schurwaldgemeinden damit ein hohes Gefühl von Sicherheit geben, beweisen die 24 454 Euro, die für das neue Einsatzfahrzeug gespendet wurden.
„Wir haben doch gerade erst angerufen.“ So würden die Helfer vor Ort oft empfangen, berichtete Martin Kuhn, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Baltmannsweiler, als das neue Fahrzeug am Freitagabend offiziell in Dienst gestellt wurde. Häufig seien die Rotkreuzler zwei Minuten nach der Alarmierung zur Stelle. Am Wochenende schieben die 16 Helfer rund um die Uhr Dienst, an den Werktagen geht die Bereitschaft von 17 bis 7 Uhr. Aber auch darüber hinaus gewährleiste man eine hohe Versorgungssicherheit. Damit decken die Helfer vor Ort nach Kuhns Aussagen auch tagsüber 89 Prozent der Hilferufe ab. Er zeigte sich dankbar dafür, dass die etwa 8000 Bürger in Baltmannsweiler und Lichtenwald diese ehrenamtliche Tätigkeit honorieren. Das zeige sich am Spendenaufkommen für den neuen Audi A4, der auch mit einem Beitrag aus der Weihnachtsspendenaktion der Eßlinger Zeitung finanziert wurde.Das 2002 gebraucht erworbene Vorgängerfahrzeug, ein Passat, hat nun ausgedient. Die Instandhaltungskosten seien von Jahr zu Jahr angestiegen. Die Anschaffung eines Ersatzautos sei aber auch eine Frage der Sicherheit, sagte Bereitschaftsleiter Tobias Heck.Überzeugt vom hohen Nutzen der Helfer vor Ort zeigte sich DRK-Kreisvorsitzender Wolfgang Rommel. „Es war eine hervorragende Idee, dieses System einzuführen.“ Rommel sprach bei der Feierstunde im Seniorenzentrum vom „Dienst am Nächsten in seiner besten Form“. Bürgermeister Martin König beglückwünschte die Rotkreuzler zu ihrer neuen Errungenschaft. Jeder könne in die Situation kommen, schnell medizinische Hilfe zu benötigen. Da sei es gut, auf eine verlässliche Gruppe wie die Helfer vor Ort vertrauen zu können.Bereichsleiter Heck erinnerte daran, dass das Projekt im Oktober 2001 in Baltmannsweiler gestartet wurde. Damit zählte man nach Denkendorf und Neuhausen zu den Vorreitern im Landkreis. Bereits in den ersten drei Monaten wurden auf dem Schurwald 13 Einsätze absolviert, damals mit einem alten VW-Bus. 2002 wurden 76 Einsätze gefahren, 2009 waren es bereits 184. Fortbildung wird bei den Helfern vor Ort groß geschrieben. „Uns ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein“, sagte Heck. Deshalb nehme die DRK-Ortsgruppe Baltmannsweiler auch an der Studie „Fast Tubus“ teil.



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