Edle Hölzer unter dem Hammer
KREIS ESSLINGEN: Versteigerung bringt guten Erlös
(red) - Die wertvollsten Stämme der aktuellen Holzerntesaison aus den Wäldern von drei Landkreisen sind unter den Hammer gekommen.
Mit 292 Euro pro Kubikmeter Holz lag der Durchschnittserlös bei der Versteigerung um sieben Prozent über dem Preis des Vorjahres.
Im Forstamt in Göppingen sind bei der Wertholzsubmission die Gebote der Interessenten geöffnet und die Zuschläge an die Meistbietenden verteilt worden. Zum Verkauf waren 1391 Kubikmeter Holz aus den Landkreisen Esslingen, Göppingen und Rems-Murr angeboten worden. Drei Wochen lang konnten die Interessenten ihre Gebote geheim und schriftlich beim Forstamt eingeben. Das jeweils höchste Gebot bekam dann den Zuschlag. Nach der Gebotseröffnung sah man unter den Forstleuten zufriedene Gesichter: Der Holzmarkt hatte sich gerade noch rechtzeitig erholt. Der Preis für Eiche kletterte sogar um 33 Prozent auf 445 Euro je Kubikmeter. Der strenge Winter hatte die Vorbereitungsarbeiten massiv erschwert, berichtet das Forstamt des Landkreises Esslingen. Auf vereisten Waldsträßchen und bei heftigem Schneefall mussten im Januar die Stämme termingerecht zum zentralen Wertholzplatz nach Unterberken transportiert werden. Dort galt es, die Stämme von Schnee und Eis freizuhalten, damit sich die Käufer ein genaues Bild von der Qualität des Holzes machen konnten. Weil der Verkauf zu Beginn der Holzeinschlagssaison eher schleppend verlaufen war, gingen die Förster zurückhaltend in die Submissionsplanung. Sie drosselten das Holzangebot aus dem Landkreis Esslingen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent. Gleichzeitig setzte man mit dem Schwerpunkt Eiche (68 Prozent der aus dem Kreis Esslingen angelieferten Menge) auf das richtige Pferd. Dadurch gelang es, die Wertschöpfung sogar um 20 Prozent pro Kubikmeter Holz zu steigern. „Unser hoher Arbeitseinsatz hat sich ausgezahlt“, lautet das Fazit des Leiters der Esslinger Forstbehörde, Felix Reining.Über den „Star“ unter den Submissionshölzern darf sich der Denkendorfer Revierleiter Albrecht Schöllkopf freuen: Für einen geriegelten Bergahorn aus seinem Forstrevier war ein Käufer bereit, stolze 3288 Euro pro Kubikmeter zu bezahlen. Geriegelter Ahorn ist sehr selten und besticht durch eine wellige Struktur in der Holzoberfläche. Daraus ergeben sich später im Furnier wunderschön schimmernde Lichteffekte, erläutert das Forstamt.



