Schulumbau in Sicht
LEINF.-ECHTERDINGEN: Start in den Pfingstferien
Der Technische Ausschuss hat das Vorhaben - und damit die Umsetzung der neuen Schulkonzeption - abgesegnet. Und das, obwohl die endgültigen Kosten noch nicht feststehen. Erster Bürgermeister Frank Otte zeigte sich erleichtert. An beiden Schulen seien an zahlreichen Stellen im Grundriss Eingriffe erforderlich, was zu Mehrkosten führen werde. Vor allem der vom Gesetzgeber verlangte Brandschutz sei kostspielig, erläuterte der Baudezernent. Diesen hätte man ohnehin an beiden Schulen modernisieren müssen. Bis zu 600 000 Euro veranschlagt er allein für diesen Posten.
Anlass für die Umbauten ist die Zusammenlegung der drei Hauptschulen (Zeppelin-, Lindach-, Ludwig-Uhland-Schule) an der Ludwig-Uhland-Schule. Die Förderschule wird dann von der Uhland-Schule an die Lindachschule verlegt.
Amok-Prävention geplant
Für die Uhland-Schule hatte man anfangs mit 570 000 Euro gerechnet. Inzwischen geht man von 1,1 Millionen Euro aus. Beauftragt wurde das Stuttgarter Büro GUD Architekten. Trennwände werden entfernt, neue Durchgänge geschaffen, der Schallschutz und die Elektroinstallation verbessert. Es müssen Brandschutzdecken angebracht und Trennwände brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Zudem werden ein naturwissenschaftlicher Raum und ein neuer PC-Raum entstehen. Auch Vorrichtungen zur Amok-Prävention werden eingerichtet.
Das Raumkonzept für die Lindachschule mit der Förderschule sieht nach den Plänen des Architekturbüros Dauner vor, die Bücherei übergangsweise in den Musiksaal zu verlegen. Die vorhandenen Räume reichen nicht aus. Der frei werdende Bereich im Rundbau wird für die Lernwerkstatt und die Schulkindbetreuung, mit einer Küche und einem Essbereich, umgebaut. Angedacht ist bisher, die Bücherei später im Bereich des derzeitigen Innenhofs unterzubringen.
Weniger Förderschüler
Auch an der Lindachschule muss die Elektrotechnik verbessert und der Brandschutz modernisiert werden. Die zunächst geplanten 350 000 Euro dürften sich auf 600 000 Euro erhöhen. Wie es mit der Förderschule weiter geht, ist eine andere Frage. Förderschüler sollen vermehrt in die Regelschule eingegliedert werden. Bisher kommen 21 der Förderschüler aus Steinenbronn und Waldenbuch. Beide Städte überlegen jedoch, ihre Förderschüler künftig selbst unterzubringen. Für Leinfelden-Echterdingen blieben etwa 43 Schüler.
Die Ausschussmitglieder stimmten den Vorlagen zu. Solle die Umsetzung des Schulkonzepts nicht scheitern, müsse man jetzt den Weg freigeben, erklärte die CDU. Der Terminplan sei ambitioniert, aber dann habe man für die nächsten 20 Jahre zukunftsfähige Schulen, meinte die SPD. Die FDP sprach sich für den Neubau eines Pavillons für die Bücherei aus. Über Neubau oder Innenhofausbau werde man zu gegebener Zeit reden, sagte Otte.



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