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Blütenzauber mit begrenztem Budget

ESSLINGEN: Rund 9000 Blumen blühen in den städtischen Beeten - Grünflächenamt plant die Gestaltung jedes Jahr neu

Mit dem Pflanzen hört die Arbeit nicht auf. Die Beete müssen regelmäßig gepflegt und gegossen werden. Hier entfernt Regina Merkle vom Grünflächenamt vertrocknete Blätter.
 

Mit dem Pflanzen hört die Arbeit nicht auf. Die Beete müssen regelmäßig gepflegt und gegossen werden. Hier entfernt Regina Merkle vom Grünflächenamt vertrocknete Blätter.

 

Von Kornelius Fritz

Knapp 14 000 Euro stehen dem Esslinger Grünflächenamt pro Jahr für die Anschaffung von Blumen zur Verfügung. „Dieses Budget ist seit zehn Jahren gleich, die Preise für die Pflanzen sind in dieser Zeit aber um rund 60 Prozent gestiegen“, sagt der stellvertretende Amtsleiter Gebhard Räcke. Um wie früher die Verkehrsinseln entlang der Ringstraße mit bunten Blumen zu bepflanzen, reicht das Geld deshalb schon lange nicht mehr. Auch im Merkelpark gibt es keine Blumenbeete mehr, und auf der Maille blüht es nur noch im Frühjahr. „Lieber pflanzen wir an wenigen Stellen und dort dafür richtig“, lautet Räckes Credo.

Geblieben sind noch rund 540 Quadratmeter Beetfläche, die zweimal im Jahr bepflanzt wird. Das erste Mal Mitte März - die Auswahl ist dann allerdings noch begrenzt. Vor allem Stiefmütterchen und Hornveilchen sorgen für erste farbliche Akzente nach dem Winter. Wesentlich bunter geht es dann ab Ende Mai zu, wenn die Gärtner mit der Sommerbepflanzung beginnen.

Rund 9000 Blumen hat die Stadt dafür bereits Ende vergangenen Jahres bei einer Gärtnerei geordert. Die Planung beginnt sogar noch früher, denn die Blumenexperten im Grünflächenamt haben den Ehrgeiz, die Esslinger jedes Jahr mit etwas Neuem zu überraschen. Während etwa die Beete auf der Burg früher in einem relativ strengen Ornamentalstil bepflanzt wurden, kann sich die Blütenpracht dort nun freier entfalten: „Statt auf starke Kontraste setzen wir jetzt auf sanfte Farbübergänge“, sagt Gebhard Räcke. Anregungen haben sich die Planer im vergangenen Jahr unter anderem bei einem Besuch auf der Bundesgartenschau in Koblenz geholt.

Sowohl an der Schelztoranlage wie auch auf der Burg dominieren in diesem Jahr kräftige Gelb-, Orange- und Rottöne. Vor allem Zinnien und Tagetes, aber auch Husarenköpfchen und Goldmarie wurden gepflanzt. All diese Blumen blühen nicht nur schön, sondern sind auch relativ preiswert. „Eine Pflanze, die drei Euro pro Stück kostet, käme für uns nicht infrage“, sagt Räcke.

Doch auch mit dem begrenzten Budget kann sich das Ergebnis sehen lassen. Nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen erfreuen sich an der Blütenpracht, wie Michael Metzler weiß: „Blumenschmuck ist im Stadtmarketing ein wichtiges Thema. Die Leute achten darauf“, sagt der Chef des Esslinger Stadtmarketings. Manche finden die Blumen in den öffentlichen Anlagen sogar so schön, dass sie welche ausgraben und mitnehmen. Die Stadtgärtner haben deshalb immer noch einige in Reserve, um nachzupflanzen, wenn sich in den Beeten Lücken auftun.

 

Artikel vom 11.07.2012 © Eßlinger Zeitung

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Leser-Kommentare (2)

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11.07.2012 22:35 von Fee

Da kann ich mich nur dem Kommentar von Barbara Fröhlich anschließen. Ich habe das schon in anderen Städten gesehen. Die Resonanz ist äußerst positiv.

11.07.2012 11:49 von Barbara Fröhlich

Eine wesentlich preiswertere und viel weniger arbeitsintensivere ´Variante, die im Umkreis sehr erfolgreich gepflegt wird, ist das Einsäen der Beete mit Sommerblumenmischungen. Diese werden speziell für das Stadtklima zusammengestellt und müssen nach dem Ausbringen nur noch gewässert werden. dann blüht es den ganzen Sommer hindurch und bietet Wildbienen und anderen Insekten reiche Tracht. Auch könnten Beete z.B. zwischen den Fahrspuren als "Kiesbeet" mit mehrjährigen trockenverträglichen Stauden und Gräsern bestückt werden. Gar keine Blumen aber wäre doch zu trist!


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