Niedrige Zinsen machen Wohneigentum attraktiv
OSTFILDERN: Bauträger rechnen mit großen Andrang beim Immobilienforum im Scharnhauser Park
Noch nie waren die Rahmenbedingungen für den Kauf einer Immobilie so gut wie heute, stellt Günter Stoll, Geschäftsführer der Nellinger Wohnbau und Sprecher des Immobilienforums, fest. Allein schon deshalb rechnet er mit einem starken Ansturm von Kaufinteressenten beim 7. Immobilienforum am 19. September im Scharnhauser Park. Aber auch, weil in dem Stadtteil der letzte Bauabschnitt beginne. „Wir bauen hier Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten“, betont Stoll.
Etwa 6500 Menschen leben im Scharnhauser Park Knapp 2600 Wohneinheiten in Mehrfamilien- und Reihenhäusern und für alle Altersgruppen wurden hier seit 1997 gebaut. In den nächsten fünf Jahren sollen weitere 400 dazu kommen, kündigt Stoll an. Er rechnet damit, dass danach die Immobilienpreise deutlich ansteigen. Denn in der Region Stuttgart werde wie in ganz Deutschland zu wenig Wohnraum geschaffen. Das Marktforschungsinstitut Prognos sage für den Großraum Stuttgart bis 2025 einen gravierenden Wohnungsmangel vorher. Zudem weise die Stadt Ostfildern in ihrem Flächennutzungsplan kaum noch Neubaugebiete aus. Bauen konzentriere sich künftig auf innerörtliche Baulücken, sagt Stoll. Da seien aber in der Regel nur kleinere Einheiten möglich, außerdem seien die Bauplatzpreise meist höher. Im Scharnhauser Park hat die Stadt 490 Euro als Obergrenze festgeschrieben. Die Quadratmeterpreise für Wohnungen und Reihenhäuser lägen zwischen 2400 und 2500 Euro pro Qudratmeter - und das für einen „sehr hohen Standard“. Für Neubauten in Stuttgart liege der Quadratmeterpreis um bis zu 1000 Euro höher. Aber auch in anderen Ostfilderner Stadtteilen seien die Preise höher. Alle Bauträger, die sich im Scharnhauser Park engagierten, seien alteingesessene Betriebe, die Käufer hätten es also „mit sicheren Partnern zu tun“, meint Stoll. Angesichts negativer Beispiele wie in Denkendorf rät Dietmar Zirn, der bei der Volksbank Esslingen für Immobilien zuständig ist, auf die Seriosität der Bauträger zu achten. Im Angebot sind im letzten Bauabschnitt auch Reihenhäuser. Eine eigene Haustür sei nach wie vor begehrt, weiß Stoll. Billiger als 330 000 bis 350 000 Euro seien Reihenhäuser aber nicht zu bauen, sagt Matthias Götz, kaufmännischer Leiter der Steigerwald Wohnbau. Dieser Preis sei nur machbar mit zehn Häusern in Reihe. Außer den relativ günstigen Preisen sprechen nach Ansicht der Immobilienwirtschaft vor allem die gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung für den Scharnhauser Park. Die Stadtbahn sei ein Verkaufsargument, das ihnen in anderen Orten fehle.
Im Alter keine Miete zahlen
Die Hypothekenzinsen seien so niedrig wie noch nie. Wer derzeit einen Kredit von 200 000 Euro für eine Wohnung aufnehme, habe eine monatliche Belastung zwischen 900 und 1000 Euro bei einer Laufzeit von 10 bis 15 Jahren. Wer in jungen Jahren eine Wohnung kaufe, müsse im Alter mit seiner Rente keine Miete mehr zahlen, sagt Stoll.



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