„Die teuerste Baustelle der Stadt“
PLOCHINGEN: Panoramaschule wird für 2,1 Millionen Euro saniert - Arbeiten auch an der Realschule und der Sporthalle des Gymnasiums
Feuertreppe liegt noch im Hof
Der 40 Jahre alte Schulbau hat einen 16 Zentimeter dicken Vollwärmeschutz bekommen, erläutert Hans-Joachim Kraft vom Esslinger Architekturbüro Mueller, Benzing und Partner. Die Fassade strahlt an der Schmalseite schon in Petrol und gebrochenem Weiß, manche der neuen Fenster setzen einen knallgelben Farbakzent. Innen wird helles Gelb und Grün gegen künftige graue Tage gepinselt. Brandschutztüren stehen bereit, die sich bei Feuer schließen. Im Erdgeschoss strahlen die WCs hellweiß. Die Feuertreppe liegt noch im Schulhof, wird aber dieser Tage montiert.
Vor jedem der vier Bauabschnitte wird zuerst die PCB-Sanierung erledigt - der Schadstoff sitzt in den Fugendichtungen der Wände. „Es bestand kein direkter Handlungsbedarf“, erläutert Buß. Aber die 1000 bis 1500 Nanogramm PCB pro Kubikmeter Raumluft will man auf maximal 300 Nanogramm senken. Erste Messungen zeigen, dass das klappen wird. Nun hofft der Architekt auf gutes Wetter, damit der Außenputz aufgebracht werden kann. Zum Wochenende sollte das Gerüst abgebaut werden. Ist die Panoramaschule saniert, folgt 2011 die Marquardtschule, die ebenfalls PCB-belastet und sanierungsbedürftig ist.
Schwerpunkt Schwimmen
Warm anziehen müssen sich wohl die Schüler, die üblicherweise die 1978 erbaute Gymnasiums-Sporthalle nutzen. Erst im Lauf des Oktobers kann dort wieder gesportelt werden - so lange wollen die Lehrer Schwerpunkte aufs Schwimmen und auf Sport im Freien legen. Die Halle wird künftig über sogenannte Deckenstrahlplatten beheizt, die die dicken Belüftungsröhren ersetzen. Bälle können somit einen Meter höher fliegen. Die Shed-Oberlichter werden komplett erneuert und mit 18 (statt 6) Lüftungsklappen versehen, die für bessere Luft bei schweißtreibenden Angelegenheiten sorgen. Das gesamte Flachdach wird wärmegedämmt und danach wieder bepflanzt. Von den 720 000 Euro der Kosten übernimmt die Sportförderung des Landes 225 000 Euro.
Mensa öffnet im Oktober
Durften sich die Realschüler im vergangenen Jahr über einen weiteren Ferientag freuen, beginnt der Unterricht diesmal pünktlich, die Klassenzimmer werden fertig. 400 000 Euro erfordert der zweite Bauabschnitt. Im ersten sind 1,2 Millionen in das Gebäude aus dem Jahr 1913 investiert worden. In einigen Wochen wird im Untergeschoss eine Mensa eröffnet. Im ehemaligen kleinen Toilettenhaus, das seit den 50er-Jahren als Lager genutzt wurde, entsteht ein heller Technikbereich für die Hausmeister.



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