Oberesslingen und Denkendorf im Aufstiegs-Finale
Die beiden Radball-Teams haben nun die Chance, in die Bundesliga vorzustoßen
Seiner Favoritenrolle gerecht wurde das Oberesslinger Duo Max Bläsi und Simon Mannes. Die Mannschaft beendete nach einer starken Gesamtleistung über den gesamten Turnierverlauf und ohne Niederlage dieses Halbfinale und qualifizierte sich verdient für das Finale in Hamburg.
Im ersten Spiel gegen den LRV Cottbus hatte der RC Oberesslingen unerwartete Schwierigkeiten, sein Angriffsspiel wie geplant durchzusetzen. Die 1:0-Führung für den RCO egalisierte Cottbus noch vor der Halbzeit zum 1:1-Ausgleich. Die destruktive Spielweise der Cottbuser bereitete den Oberesslingern auch im zweiten Durchgang große Probleme im Spielaufbau. Auch die erneute 2:1-Führung brachte keine Ordnung in das Oberesslinger Spiel. Cottbus erzielte im letzten Spieldrittel wiederum den Ausgleich zum 2:2. Der verdiente 3:2-Siegtreffer für den RCO fiel schließlich in den Schlusssekunden der Partie. Stefan Mannes nutzte nach einem Pfostenschuss seine Chance und schob den Abpraller ins leere Cottbuser Gehäuse.
Mannes staubt zweimal ab
In der zweiten Begegnung gegen den Lokalrivalen RKV Denkendorf startete der RCO zunächst geschickt defensiv und erreichte nach zwei Abstaubertoren durch Stefan Mannes die schnelle 2:0-Führung. Beide Teams erzielten im ersten Durchgang noch jeweils ein Tor zum 3:1-Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang erhöhte der RKV Denkendorf die Schlagzahl und glich zum 3:3 aus. Die erneute RCO-Führung gelang Stefan Mannes nach starker Vorarbeit von Max Bläsi. Die Denkendorfer Sascha Henn und Andreas Luik spielten weiter druckvoll auf das Oberesslinger Tor und erzielten nach einem Eckball den 4:4-Ausgleich. In einer hektischen Schlussphase gingen die Denkendorfer mit 5:4 in Führung. Kurz vor Spielende schlug der RCO nochmals zurück und erzielte durch Max Bläsi den glücklichen 5:5-Ausgleich.
Ohne Mühe besiegte Oberesslingen im dritten Spiel die Mannschaft des RC Iserlohn auch in der Höhe verdient mit 8:1. Mit dem 8:4-Erfolg gegen den RSV Großkoschen sicherten sich Mannes /Bläsi schon vor der letzten Begegnung gegen Baunatal die Finalteilnahme in Hamburg.
Wichtig war der Ausgang der Partie des RC Oberesslingen gegen die GSV Baunatal aus Denkendorfer Sicht. Nach den Unentschieden gegen Baunatal (4:4), Oberesslingen (5:5), Cottbus (4:4) und den Siegen gegen Iserlohn (7:1) und Groschkoschen (8:0) belegten Henn/Luik vor diesem Spiel mit neun Punkten den dritten Tabellenplatz. Bei einem Baunataler Sieg gegen Oberesslingen wäre der RKV aus dem Rennen um den Bundesligaaufstieg gewesen.
Der RC Oberesslingen ging konzentriert in das mit Spannung erwartete Spiel gegen Baunatal, erzielte durch exzellente Spielzüge schnell die 3:1-Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus. Nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen kam Baunatal jedoch wieder zurück ins Spiel und glich bis zur Pause zum 3:3 aus. Die zweite Spielhälfte entwickelte sich zu einem Radballkrimi, vor allem für die Denkendorfer Mannschaft, die ja tatenlos zuschauen musste. Mannes/Bläsi behielten in einer ausgeglichenen zweiten Spielhälfte die Nerven, retteten das Unentschieden über die Zeit und verhalfen so dem Nachbarn aus Denkendorf zum dritten Tabellenplatz und damit zu der Finalteilnahme.



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