Besucher in den Zwingern
ESSLINGEN: Tag der Begegnung im Tierheim
Der Tag der Begegnung im Esslinger Tierheim ist für Mensch und Tier aufregend. Während die einen nach einem möglichen neuen Familienmitglied Ausschau halten, müssen sich die anderen trotz der zahlreichen unbekannten Besucher von ihrer besten Seite präsentieren.
Gestern hat das Tierheim seine Türen geöffnet. „Wie immer um diese Jahreszeit sind wir ziemlich voll“, sagte Bertram Baresel, der Vorsitzende des Tierschutzvereins. „Diese Veranstaltung bringt aber immer ein bisschen Schwung. Nach unserem Fest merken wir, dass wir mehr Tiere abgeben und auch mehr Spenden bekommen.“ Dabei dürften sich die Besucher von den bellenden Hunden nicht abschrecken lassen. „Für die ist so ein Tag natürlich Stress. Wenn sie dann aber bei der Hundeschau draußen sind, sieht man gleich, was für liebe Kerle die Hunde sind“, betonte Baresel. Bei den Hundeschauen tauschten Mensch und Tier sogar die Rollen. Während die Tierheimmitarbeiter ihre Runden mit den Hunden drehten, mussten die Besucher in die Zwinger. So konnten sich die Tiere, die oft schwere Schicksale hinter sich haben, ganz in Ruhe präsentieren. Neben den Hunden sorgten auch das Katzenhaus und die Kleintiere vor allem bei den jungen Besuchern für viel Freude. Der eine oder andere Hund begegnete gestern vielleicht wirklich seinem neuen Herrchen. „Weil wir wissen, dass sich die Hunde aus dem Tierheim über ein neues Zuhause freuen würden, sind wir hier“, erklärte Jutta Ernst. Die beiden Hütehunde Mohrle und Hexe haben es ihrer Familie besonders angetan. „Das wäre genau die richtige Größe“, sagte sie. „So ein Hund bedeutet eben auch viel Arbeit und wir treffen unsere Entscheidung nicht von heute auf morgen“, ergänzte Frank Ernst. „Es wäre schade, die beiden zu trennen und wir können uns auch vorstellen, einen Welpen zu nehmen.“
Mitnehmen kann man den Hund aber nicht gleich. Schließlich muss auch das neue Umfeld zu dem Tier passen. Deshalb beraten die Mitarbeiter des Tierheims genau. „Wir mussten unseren Hund einschläfern lassen“, erzählte Frank Stapf. „Der war auch aus dem Tierheim und wir hatten keine Probleme. Heute haben wir unseren Hund eigentlich schon gefunden“, ergänzte Sandra Stapf. Nun wollen auch sie sich erst mal beraten lassen, bevor sie ein neues Familienmitglied aufnehmen.



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